Intershops dufteten nach Westen - zumindest für die DDR-Bürger
Intershops dufteten nach Westen - zumindest für die DDR-Bürger © veit kern / pixelio.de

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Intershop - Der Duft des Westens

Intershops boten in der DDR westliche Waren an. DDR-Bürger durften dort vorerst gar nicht einkaufen. Die Sehnsucht nach dem Westen war in der DDR teilweise so stark ausgeprägt, dass selbst der Geruch von Intershops zum westlichen Markenzeichen wurde.

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Die Läden lagen versteckt in den Seitenflügeln der Interhotels oder am Ende von Bahnhofshallen. Die Waren aus dem "Intershop“ waren Objekt der Begierde aller DDR-Bürger und der "Waschmittelkaffeeparfumschokoladengeruch“ wurde für viele zum Inbegriff des Westens.

Doch die Zielgruppe der 1962 gegründeten "staatlichen Handelsorganisation Intershop“ waren nicht DDR-Bürger sondern Transitreisende und Touristen aus dem westlichen Ausland.

Erst in der Ära Honecker wurden die Intershop-Besuche für DDR Bürger legal. Nach der Wiedervereinigung war es für viele DDR-Bürger überraschend, dass sich der "Intershop-Geruch“ in keinem der Läden auf der anderen Seite der Mauer wiederfand.

"Intershop" im Überblick

Intershop

von Kathrin Aehnlich

Produktion: 2013

Sendezeit Sa, 14.12.2013 | 09:04 - 09:30 Uhr
Sendung radio3 "Feature"
Radiosendung