NDR Kultur-Logo

ReligiösTalk

Islam gestern und heute - Eine Religion befindet sich im Wandel

Vorurteile prägen die westliche Perspektive auf den Islam - spätestens seit dem 11. September 2001. Doch der Arabische Frühling gibt Anlass dazu, diese endlich zu überdenken. Im "Sonntagsstudio" von NDR Kultur diskutieren Experten den Wandel der islamischen Religion.

Spätestens elf Jahre nach 9/11 ist es an der Zeit, endlich mit den Vorurteilen aufzuräumen, die sich seither in der westlichen Welt verfestigt haben und die das gemeinsame Miteinander erschweren.

Muslime neigen angeblich zu Fanatismus, Gewaltbereitschaft, Frauenfeindlichkeit und Engstirnigkeit. Doch die als "Arabischer Frühling" zusammengefassten Ereignisse zeugen vielmehr von Offenheit und der Sehnsucht nach demokratischer Selbstbestimmung. Mit Spannung beobachten wir, ob und wie sich die revolutionären Umwälzungen und Machtkämpfe auf der Regierungsebene auf die religiöse Praxis auswirken.

Der Islam ist im Wandel begriffen und beweist einmal mehr, ein lernfähiges System zu sein. Anhänger des sogenannten Euro-Islam predigen längst die vorbehaltlose Anerkennung der auf Säkularität, Toleranz und Pluralismus ausgerichteten Zivilgesellschaft.

Was verdeutlichen uns die Bewegungen des Arabischen Frühlings? Wohin wird und kann sich der Islam entwickeln? Welche historischen Anpassungsleistungen hat der Islam auch im Vergleich mit dem Christentum in der Vergangenheit vollbracht?

Diese Fragen diskutieren Dr. Naika Foroutan, Prof. Dr. Thomas Bauer, Prof. Dr. Hans-Georg Ebert und Eren Güvercin im "Sonntagsstudio" von NDR Kultur.

Islam heute - Eine Religion im Wandel im Überblick

Sendezeit So, 07.10.2012 | 20:00 - 21:30 Uhr
Sendung NDR Kultur "Sonntagsstudio"
Radiosendung