
JazzKonzertBunt gemischt
James McMurtry
James McMurtry wird häufig als einer der bedeutendsten Liedermacher unserer Generation angesehen, und bei seinem Konzert im Schlachthof Bremen stellte er diesen Ruf eindrucksvoll unter Beweis. Seine Musik, die aus einer faszinierenden Mischung von Americana, Blues und Folk besteht, erzählt beeindruckende Geschichten.
Man könnte erwarten, dass jemand, der so gut Geschichten erzählt, langatmige Geschichten zwischen den Liedern präsentiert. Doch bei dem 64-jährigen Künstler aus Austin in Texas ist das nicht der Fall. Er bringt seine Erzählkunst singend zum Ausdruck, und das auf außerordentlich anspruchsvolle Weise. Sein neues Album "The Black Dog and the Wandering Boy" befasst sich mit dem Tod seines Vaters, dessen Illusionen, und reflektiert zugleich die Lage der USA. McMurtry kreiert fantasievolle Charaktere und Szenarien und dokumentiert den gesellschaftlichen Wandel. Wer den Texten nicht folgt, kann dennoch die hervorragend koordinierte Band genießen. Besonders in den spontanen musikalischen Momenten zeigt das Quartett seine ganze Lebendigkeit und lässt die Musik freier fließen.
Seit über zehn Jahren war McMurtry nicht mehr in Europa aufgetreten, und das Konzert in Bremen war sein einziges in Deutschland. Die lange Wartezeit hat sich zweifellos bezahlt gemacht.
James McMurtry im Überblick
James McMurtry
Kulturzentrum Schlachthof
25. August 2026
| Sendezeit | Sa, 07.11.2026 | 22:00 - 00:00 Uhr |
| Sendung | Bremen Zwei "Sounds in concert" |