
Jazz
Kammer-Jazz zwischen Struktur und Spontaneität: Oskar Aichinger
Der Pianist und Komponist Oskar Aichinger hat ein neues Ensemble ins Leben gerufen, bestehend aus ihm selbst und drei weiteren bedeutenden Persönlichkeiten der österreichischen Jazz- und Improvisationskunst. Zusammen mit Sängerin Lena Kuchling, Lisa Hofmaninger, die sowohl auf der Bassklarinette als auch auf dem Sopransaxofon brilliert, und der Kontrabassistin Helene Glüxam, erschafft Aichinger Kunstwerke, bei denen Arrangements und freie Improvisation eine enge Liaison eingehen.
Im Mittelpunkt stehen die Werke Aichingers, die sich durch eine melodische Offenheit und komplexe Strukturen auszeichnen. Kuchlings Gesang variiert zwischen poetischer Interpretation, melodischer Freude und einer abstrakten, instrumentalen Qualität. Hofmaninger bereichert das Quartett mit den tiefen und vielseitigen Tönen der Bassklarinette sowie dem lebendigen Klang des Sopransaxofons, während Glüxam mit ihrem flexiblen Spiel auf dem Kontrabass der Gruppe ein dynamisches Fundament verleiht.
Es entsteht eine feinsinnige kammermusikalische Ausdrucksweise, die gleichermaßen von klaren Strukturen sowie spontanen Einfällen getragen wird. Aichingers Formation repräsentiert den modernen Jazz, der nicht durch stilistische Schubladen definiert wird, sondern durch waches Hinhören, Austausch und den Mut, künstlerische Risiken einzugehen.
Kammer-Jazz zwischen Struktur und Spontaneität: Oskar Aichinger im Überblick
| Sendezeit | Mi, 09.09.2026 | 14:05 - 15:30 Uhr |
| Sendung | Ö1 "Radiosession" |