Handlungen als solche können nicht gut sein, sie können zwar Legalität besitzen, also mit dem moralischen Gesetz übereinstimmen, aber die eigentliche Moralität besteht in der Gesinnung, aus der sie hervorgegangen sind: im guten Willen. Zitat: 0:08Legalität der Handlung und Moralität des Willens: 0:20Geist und Buchstabe: 21:37Aufklärung befreit von der Leitung durch die Sinnlichkeit: 29:39Guter Wille ist mehr als gute Absicht: 38:18Moralisch kann der Mensch betrachtet werden, als ob er das, was er wahrhaft will, wirklich ausgeführt hätte: 46:21Der Charakter, nicht die Sinnesart macht den Menschen gut: 58:04Man darf sich nicht vorschnell für besser halten als Andere oder Vergangene: 1:04:47Der Grad der Aufklärung zeigt sich gerade dort, wo das Rechte und Gute noch nicht allgemein akzeptiert ist: 1:11:30Oft ist es nur Zufall, wer auf welcher Seite steht: 1:29:01Viele wären unter entsprechenden Umständen selbst zu großem Bösen fähig: 1:39:34Die Erbsünde: 1:55:01Das meiste Gute in der Welt ist mehr dem Zufall als dem guten Willen geschuldet, dennoch entschuldigt der Zufall das Böse nicht: 2:08:10Wir können moralisch urteilen, aber nicht richten: 2:14:56Auch der eigene gute Wille ist ungewiss: 2:25:27Dank: 2:36:09Über die Bedeutung des guten Willens und den Unterschied von Legalität und Moralität lese man vorzüglich die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa04/385.html und die Kritik der praktischen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa05/001.html.Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewerhttps://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
Kultur & Gesellschaft
Kants Philosophie Folgen
Vor 300 Jahren wurde Immanuel Kant geboren - und in einer umfassenden Reihe von Vorträgen möchte ich mich seiner gesamten Philosophie widmen. Ich habe das vergangene Jahr damit verbracht, die 29 Bände der Kant-Gesamtausgabe zu studieren und täglich wenigstens 100 Seiten Kant zu lesen, um nun hier die wohl umfassendste und gründlichste Darstellung seiner Philosophie zu geben, die bisher versucht wurde, um ihren inneren systematischen Zusammenhang aufzuzeigen und um vor allem Kants Beitrag zur Aufklärung der Menschheit herauszuarbeiten.
Folgen von Kants Philosophie
108 Folgen
-
Folge vom 16.06.2025Kants Philosophie - Guter Wille und gute Tat
-
Folge vom 08.06.2025Kants Philosophie - Die Bedeutung von Charakter und PrinzipientreueAm Menschen hat nicht seine Sinnesart Wert - seine ihm angeborene Persönlichkeit, sein Gemüt und sein Herz -, sondern die Denkungsart - seine Persönlichkeit, insofern er sie sich selbst geschaffen hat, sein Charakter. Diese besteht in der konsequenten Befolgung von Maximen: Wer Charakter hat, ist verlässlich und mit sich selbst einig. Und nur so jemand ist ein wahrer Mensch, der dem Namen eines Vernunftwesens Ehre macht, statt Spielball seiner Launen zu sein.Zitat: 0:08Sinnesart und Denkungsart: 2:26Charakter: 13:52Nur der Mensch von Charakter ist frei: 25:49Charakter verleiht Würde und ist zu schätzen: 30:23Ein Mensch von Charakter ist deshalb kein Pedant: 51:10Scheincharakter: 59:38Böser Charakter: 1:17:11Der Sittliche handelt aus Pflicht, was nichts mit blindem Kadavergehorsam zu tun hat: 1:32:53Die Besten haben Charakter und tun ihre Pflicht, die Urteile der anderen muss man nicht hören: 1:41:23Zur Moralisierung sollte man zuerst überhaupt einen Charakter gründen: 1:57:39Wie man einen Charakter gründet: 2:10:25Kants Midlife-Crisis und Gründung eines Charakters: 2:16:26Dank: 2:28:43Über den Charakter und seine Wichtigkeit spricht Kant an verschiedenen Stellen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Moral: http://korpora.org/kant/aa19/ sowie in seinen Vorlesungen zur Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up. Daneben finden sich zahlreiche weitere Bemerkungen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/ und seinen Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0 sowie seiner Anthropologie in pragmatischer Hinsicht: http://korpora.org/kant/aa07/117.html.Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewerhttps://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
-
Folge vom 31.05.2025Kants Philosophie - Warum Mitleid und ein gutes Herz keinen guten Menschen machenNach Kant meinen wir, je nach Situation und Kontext, drei verschiedene Dinge, wenn wir jemanden einen guten Menschen nennen: Wir können ihn so nennen, weil er ein gutes Gemüt, ein gutes Herz oder einen guten Charakter hat. Nur letzteres ist aber wahrhaft moralisch-gut. Gemüt und Herz machen zusammen die Sinnesart des Menschen aus und diese kann für andere Menschen verträglich oder unverträglich sein, ist aber moralisch weder gut noch böse.Zitat: 0:08Ob ein Mensch gut ist, kann nicht nur äußerlich an seinen Taten bestimmt werden: 1:55Gutmütigkeit: 8:05Gutherzigkeit: 18:04Kants Ablehnung der weichmütigen Mitleidsmoral: 32:05Mitleid kann leicht zu bloßem tatenlosen Klagen führen: 43:11Mitleid kann leicht selbstgerecht machen: 48:34Mitleid kann leicht von anderen Gefühlen überwogen werden: 59:25Mitleid ist unbeständig: 1:07:33Mitleid macht leicht manipulierbar: 1:23:08Sinnesart und Denkungsart: 1:35:02Beispiel für die Wertlosigkeit des linken Humanismus und die Grenzen der Empathie: 1:44:58Dank: 2:02:45Über die Sinnesart, über Gemüt und Herz des Menschen spricht Kant an verschiedenen Stellen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Moral: http://korpora.org/kant/aa19/ sowie in seinen Vorlesungen zur Moralphilosophie: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up. Daneben finden sich zahlreiche weitere Bemerkungen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: http://korpora.org/kant/aa15/ und seinen Vorlesungen über Anthropologie: https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_a3n3 | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant_j8c0.Omer Bartov: As a former IDF soldier and historian of genocide, I was deeply disturbed by my recent visit to Israel: https://www.theguardian.com/world/article/2024/aug/13/israel-gaza-historian-omer-bartovWer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewerhttps://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
-
Folge vom 24.05.2025Kants Philosophie - Das Reich der Zwecke: Der kategorische ImperativDer Mensch ist nach Kant ein Bürger zweier Welten: Nicht nur ein Teil der Natur, sondern auch Glied in einem übersinnlichen Reich der Zwecke zusammen mit allen anderen Vernunftwesen. Und während er in der Natur einem fremden Gesetz unterworfen ist, gebietet es die Moral, sich im Reich der Zwecke zu betrachten, als sollte man selbst durch seinen Willen diesem das Gesetz geben.Zitat: 0:08Der kategorische Imperativ: 0:36Reich: 6:33Das Reich der Natur: 7:56Das Reich der Zwecke: 10:31Der nihilistische Einwand gegen das Reich der Zwecke: 22:32Die dritte Formel des kategorischen Imperativs: 30:18Nur die Moral bringt Harmonie in die Zwecke vernünftiger Wesen: 39:25Der Typus des Sittengesetzes: 52:22Die Rolle der Zweckmäßigkeit in Kants System: 57:40Moralität macht wahrhaft frei: 1:06:01Der Mensch ist Bürger zweier Welten: 1:13:10Das Reich der Gnade: 1:19:27Kant sucht den Menschen zwischen den Klippen des Empirismus und der Schwärmerei hindurchzusteuern: 1:28:54Kants Auseinandersetzung mit Swedenborg: 1:37:49Dank: 1:47:36Der kategorische Imperativ steht im Zentrum von Kants moralphilosophischen Schriften. Seine drei Formeln findet man in der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten: http://korpora.org/kant/aa04/385.html aufgeführt und erläutert. Weiter wird der kategorische Imperativ samt dem Typus des Sittengesetzes in der Kritik der praktischen Vernunft: http://korpora.org/kant/aa05/001.html beschrieben. Es empfiehlt sich sehr, neben diesen beiden Schriften auch Kants handschriftlichen Nachlass zur Moralphilosophie: http://korpora.org/kant/aa19/ zu studieren, der viele Reflexionen zum kategorischen Imperativ und verschiedene Formulierungsvarianten enthält.Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewerhttps://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai