Den Mittelfinger zeigen zählt nicht gerade zur hohen Kunst der Beleidigung
Den Mittelfinger zeigen zählt nicht gerade zur hohen Kunst der Beleidigung © Juan Antonio Torrent Almela / freeimages.com

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Kleiner Ratgeber: Die hohe Kunst der Beleidigung

Im Alltag, im Sport oder auch im robusten Feld der Politik werden Beleidigungen häufig ausgesprochen, geraten aber eher selten zur hohen Kunst. Im Affekt hauen wir unserem Gegenüber platte Sprüche statt geistvolle Schimpfwörter an den Kopf. Und die können auch noch richtig teuer werden.

Einen Ordnungshüter so zu nennen, wie einst Joschka Fischer den Bundestagspräsidenten "mit Verlaub" genannt hat, kann teuer werden.

Der Fußballprofi Stefan Effenberg zahlte 100.000 Euro Strafe für ein schlichtes "Arschloch" bei einer polizeilichen Verkehrskontrolle.

"Ehrverletzend" müssen Äußerungen sein, um strafrechtlich als Beleidigung zu gelten. Interessanter sind subtile Beleidigungen wie die sogenannten Schmähkritiken, "ehrverletzende Tatsachenbehauptungen" oder satirische Zeichnungen.

Die Grenzen zur legitimen Meinungsäußerung sind hier fließend. Öffentliche Persönlichkeiten müssen sich - die Rechtsprechung zeigt dies - einiges gefallen lassen. Im eher robusten Feld der Politik entwickelt sich die Beleidigung selten zur hohen Kunst, eher schon bei Philosophen und Schriftstellern.

In den kleinen Ratgeber zur kunstvollen Beleidigung kannst du am 25. August bei "Freistil" im Deutschlandfunk reinhören.

"Die hohe Kunst der Beleidigung " im Überblick

Die hohe Kunst der Beleidigung

von Rolf Cantzen

Produktion: 2010

Sendezeit So, 25.08.2013 | 20:05 - 21:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Freistil"
Radiosendung