Die Kosten und Folgen der Sparpolitik
Die Kosten und Folgen der Sparpolitik © Thorben Wengert / pixelio.de

Kultur & Gesellschaft

Kulturkampf mit dem Rotstift – Wer zahlt den Preis für die Sparpolitik?

Inmitten der gegenwärtigen Krisenzeiten steht der Staat vor der Notwendigkeit, Einsparungen zu vollziehen. Diese Sparmaßnahmen betreffen alle Ebenen der politischen Landschaft, angefangen bei der Bundesregierung bis hin zu lokalen Verwaltungen, und betreffen insbesondere den Kulturbereich. Um dieses Zurückfahren der Mittel zu erklären, wird schleichend ein neuer Denkrichtungswandel eingeführt.

Einst äußerte der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker, dass Kultur keineswegs ein überflüssiger Luxus sei, den man nach Belieben reduzieren könne. Vielmehr sei sie das geistige Fundament, das unsere inneren Überlebenskräfte stärke. Die derzeitige Kulturpolitik, die einer Gleichmacherei gleichkommt, widerspricht dieser Auffassung genauso wie die rechtsextreme 'Kulturkampf'-Politik. Dies wird offensichtlich, wenn kulturelle Ausgaben gegen Ausgaben für Verteidigung oder soziale Zwecke ausgespielt werden, wenn Kultur nach ihrem politischen Nutzen bewertet wird und wenn versucht wird, Kunst und Kultur durch Subventionen zu steuern und zu reglementieren.

Welche Rolle spielt Kultur in einem Staat, der demokratische Werte lebt, und in einer Gesellschaft, die sich Freiheit auf die Fahnen schreibt? Kann eine solche Gesellschaft durch kulturelle Widerstandskraft den antidemokratischen Tendenzen trotzen?

Der 1958 geborene Markus Metz hat Publizistik, Politikwissenschaft und Theaterwissenschaft studiert und arbeitet als Hörfunkjournalist und Buchautor in München. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählt das Buch "Wir Kleinbürger 4.0. Die neue Koalition und ihre Gesellschaft" (Edition Tiamat, Berlin) sowie "Apokalypse & Karneval. Neoliberalismus: Next Level" (Bertz & Fischer, Berlin), beide in Zusammenarbeit mit Georg Seeßlen.

Georg Seeßlen, Jahrgang 1948, studierte in München Malerei, Kunstgeschichte und Zeichenlehre. Als ehemaliger Hochschuldozent im In- und Ausland ist er heute als freier Schriftsteller tätig und arbeitet unter anderem für renommierte Publikationen wie Die Zeit, die Frankfurter Rundschau, taz und epd-Film. Darüber hinaus hat er etwa zwanzig Fachbücher über Film verfasst und diverse Dokumentationen für das Fernsehen produziert.

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Kulturkampf mit dem Rotstift – Wer zahlt den Preis für die Sparpolitik? im Überblick

Sendezeit So, 29.11.2026 | 09:30 - 10:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk "Essay und Diskurs"
Radiosendung