
FeatureKultur & GesellschaftPolitikWirtschaft
Marisa und Reiner. Eine aktustische Dokumentation über das Blindsein
Marisa kann nicht sehen. Neben ihr trottet der Königspudel Rainer, ihr treuer Begleiter und Blindenführhund. Gemeinsam durchqueren sie grüne Anlagen, belebte Straßen, geschäftige Märkte und emsige Läden – kurz gesagt: sie bewältigen ihren Alltag.
"Nach rechts, vorwärts, finde den Weg!" – Mit diesen akustischen Hinweisen führt Marisa ihren Hund Rainer durch den Wirrwarr aus Verkehrsgeräuschen, Schritten, Stimmen und Ansagen der Bahnstationen. Sie bewegen sich in einer Umgebung, die sich ständig wandelt: Bauarbeiten versperren den bisherigen Weg, Elektroroller stehen oft vor Eingängen im Weg, und Fahrräder nehmen die Plätze der gestrigen Durchgänge ein. Das Duo funktioniert mit einem feinen Gleichgewicht aus Kommunikation und gegenseitigem Vertrauen.
Im Mittelpunkt dieser Erzählung steht ihre Verbindung zueinander und die Überlegung, auf welche Weise man sich ohne das Sehen orientieren kann. Gleichzeitig berichtet die Geschichte von Marisas Leben – von der Zeit, in der sie ihr Augenlicht verlor, ihrem täglichen Leben, ihrer Rolle als Frau und Mutter sowie der Erkenntnis, dass fast alles machbar bleibt, selbst wenn das Sehen nicht mehr möglich ist. Marisa betont: "Ich bin nur so eingeschränkt, wie man mich einschränkt." Auch Rainer wird in dieser Erzählung als gleichwertiger Akteur an Marisas Seite deutlich wahrnehmbar.
"Marisa und Reiner. Eine aktustische Dokumentation über das Blindsein" im Überblick
Marisa und Reiner. Eine aktustische Dokumentation über das Blindsein
von Juli Schulz
Produktion: 2026
| Sendezeit | So, 05.07.2026 | 18:00 - 19:00 Uhr |
| Sendung | NDR Kultur "Feature" |