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Mit sozialistischem Gruß: Modehaus Heinz Bormann - Der Dior der DDR
Mit ein paar Schreibmaschinen und einem kleinen Team fing es an - aus Heinz Bormann wurde später "der rote Dior". Die westdeutsche Presse erfand diesen Titel nicht ohne Grund, immerhin war Heinz Bormanns Modehaus von Erfolg gekrönt. Bis die DDR dem Trend einen Strich durch die Rechnung gemacht hat.
Heinz Bormann begann kurz nach Kriegsende mit ein paar alten Nähmaschinen, fünf Lehrlingen, einer Meisterin - und Aufträgen von der Sowjetarmee.
Neun Jahre später eröffnete er in Magdeburg sein Modeatelier und galt bald als "Dior der DDR". Bormann "regierte" in seiner Damen-Oberbekleidungsfabrik schließlich über 400 Beschäftigte. 140.000 Konfektionskleider wurden jährlich in dem Privatbetrieb gefertigt - und Exklusivmodelle. Er war der erste in der DDR, der professionelle Models auf den Laufsteg schickte.
In der damals tristen Modelandschaft im Osten waren seine Kreationen eine Sensation und fanden internationale Beachtung. Selbst die biedere Lotte Ulbricht kleidete sich für Empfänge im "Bormanntuch". Damit war es schlagartig vorbei, als der Betrieb 1974 "freiwillig" dem Staat überlassen werden musste. Fortan regierte bei Bormann - unter anderem Namen - die Eintönigkeit.
"Modehaus Heinz Bormann - Der Dior der DDR" im Überblick
Modehaus Heinz Bormann - Der Dior der DDR
von Rosemarie Mieder und Gislinde Schwarz
| Sendezeit | Sa, 16.08.2014 | 12:04 - 13:00 Uhr |
| Sendung | WDR 3 "Kulturfeature" |