Alt wie die Religionen selbst ist die Frage in ihnen, wie Leid und Unrecht, Schmerz und das Böse vereinbar sein können mit dem Gedanken einer Transzendenz, die den Menschen umfängt. Warum? Diese Frage scheint ins Wesen dessen zu gehören, was wir „Gott“ nennen. Dass ein allmächtiger Gott zugleich ein Liebender ist, will nicht zusammenzupassen mit den Erfahrungen von Bedrohung und Verletzung. Der Essay erkundet die biblischen und mythischen Erzählungen vom Ursprung des Bösen. Es sind Bilder und Geschichten, die auch aus eigenen Leiderfahrungen heraus Worte suchen, die trösten und verwandeln.
Religiös
NDR Kultur - Glaubenssachen Folgen
In Essays, Features und Erzählungen stellt die Reihe religiöse und ethische Grenzfragen der Gegenwart zur Diskussion.
Folgen von NDR Kultur - Glaubenssachen
34 Folgen
-
Folge vom 15.03.2026Der abwesende Gott - Über das Böse
-
Folge vom 08.03.2026Im Land der zahnlosen Wölfe - Siegfried Lenz und die Sehnsucht nach einer besseren WeltDer Schriftsteller Siegfried Lenz war ein Mann der stillen Worte. Und doch: Mit seinem Werk wollte er, der die Schrecken des Krieges erlebt hatte, die Welt zu einem besseren Ort machen: durch einen „wirkungsvollen Pakt mit den Lesern, um die bestehenden Übel zu verringern“. In seinen Utopien, die auf einem ethisch geprägten Humanismus aufbauten, bezieht er sich dabei auf den Propheten Jesaja genauso wie auf Platon und H.G.Wells. Was können wir heute noch aus seinen Geschichten und Erzählungen lernen?