In Österreich gibt es rund 4.700 Kindergärten mit knapp 240.000 Kindern. Mehr als 90 Prozent der Kinder bis zum Alter von 5 Jahren besuchen bundesweit einen Kindergarten. Für die Kinder und die Gesellschaft ist das eine große Chance, denn je früher Entwicklungsstörungen und Defizite erkannt werden, desto rascher, nachhaltiger und kostengünstiger können sie behoben werden. Doch in Österreich wird, im Gegensatz zu anderen Ländern, dieser umfassende gesellschaftspolitische Ansatz weitgehend ignoriert.Folge 1: Überfordert von Anfang an.Trotz sinkender Geburtenraten ist Österreich seit dem Jahr 2000 um etwa 1,2 Millionen Menschen gewachsen. Das Bevölkerungswachstum resultiert also ausschließlich aus Zuwanderung. Vor allem in den Kindergärten führt diese Entwicklung zu einem Problem. Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 08.06.2026.
Bildung
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Hier gibt es wöchentlich neue Serien zu relevanten Wissensthemen aus allen Lebensbereichen – breitgefächert, vertiefend und orientierend. Autorinnen und Autoren verbinden fachliche Expertise mit Alltagserfahrung sowie Hintergrundwissen mit Reflexion und eröffnen neue Perspektiven auf aktuelle Fragen unserer Zeit.Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Monika Kalcsics, Ute Maurnböck, Astrid Schwarz.Produktion: ORF Wissen. Weitere Informationen: https://oe1.orf.at/radiokolleg
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Folge vom 12.06.2026Elementarpädagogik (1) - Wie wir unsere Chancen für die Zukunft vergeben
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Folge vom 12.06.2026Elementarpädagogik (2) - Wie wir unsere Chancen für die Zukunft vergebenLernen von Skandinavien.Eine pädagogisch hochwertige und umfassende Betreuung von Klein- und Kindergartenkindern erhöht die Chancengleichheit, fördert spätere Berufs- und Bildungskarrieren, verbessert sprachliche und soziale Kompetenzen und steigert die Erwerbstätigkeit der Eltern. Spätere Korrekturen sind nur mit geringerem Erfolg, sowie deutlich höherem finanziellen und personellen Aufwand möglich. Diesen gesellschaftlich-ökonomischen Zusammenhang hat man in Skandinavien schon seit Langem erkannt. Dementsprechend gilt die Elementarpädagogik als Grundlage für die positive Entwicklung der Gesellschaft. Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika kalcsics.. Gesendet in Ö1 am 09. 11. 2026.
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Folge vom 12.06.2026Elementarpädagogik (3) - Wie wir unsere Chancen für die Zukunft vergebenMangelberuf mit Stigma.Die Ausbildung erfolgt in den fünfjährigen Bildungsanstalten für Elementarpädagogik. Allerdings nur 20 Prozent der, vor allem Absolventinnen, bleiben im Berufsfeld, deshalb werden im Rahmen von bezahlten Ausbildungs-Kollegs Quereinsteiger gesucht. Doch auch hier dominiert die Frauenquote. Der Hauptgrund für das geringe Interesse ist die häufige gesellschaftliche Vorverurteilung von Männern, die intensiv mit Kindern arbeiten. Ein weiteres Problem der Elementarpädagogik sind gesellschaftspolitische Interessen. So fehlt es in manchen Bundesländern nach wie vor an elementarpädagogischen Betreuungseinrichtungen, oder es orientieren sich die Öffnungszeiten der Kindergärten nicht an den Arbeitszeiten der Eltern, was wiederum die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einschränkt. Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 10. 06. 2026.
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Folge vom 12.06.2026Elementarpädagogik (4) - Wie wir unsere Chancen für die Zukunft vergebenWeichen stellen für morgen.In Österreich gilt der Kindergarten vielerorts als "Betreuungseinrichtung", die im Vergleich zu Schulen einen eher untergeordneten Stellenwert besitzt. Erreicht werden könnte ein Bewusstseinswandel durch das bereits eingeführte Studium der Elementarpädagogik. Mit der Akademisierung verbunden wären nicht nur eine weitere Professionalisierung, sondern auch eine soziale und finanzielle Aufwertung des Berufsfeldes. Gefordert werden auch kleinere Kindergartengruppen, dafür ist aber deutlich mehr Personal nötig. Möglich wäre dies durch eine Angleichung von Lehrkräften und Kindergartenpersonal bei der täglichen Präsenzzeit vor den Kindern, sowie einem Angleich von Urlaubs- und Ferienzeiten.Gestaltung: Andreas Wolf. Redaktion: Monika Kalcsics. Gesendet in Ö1 am 11.06. 2026.