Porträt von Jazz-Größen, die auf Drogen waren
Porträt von Jazz-Größen, die auf Drogen waren © Instants / iStock.com

Jazz

On the Edge – Jazz im Ausnahmezustand

Joe Pass bemerkte einst mit einer gewissen Schwermut, dass Jazz eine Kunstform der Überraschungen darstellt. Es könnte tatsächlich zutreffen, dass Berichte stimmen und Charlie Parker an jenem 29. Juli 1946 tatsächlich auf dem Boden des Studios lag. Unbestreitbar ist, dass der Saxophon-Virtuose während der Aufnahmen zu "Lover Man" kaum bei klarem Verstand war und schließlich zusammenbrach: angetrunken, im Drogenentzug, völlig erschöpft. Später versuchte Parker vergeblich, die Veröffentlichung dieser Aufnahmen zu unterbinden. Heutzutage werden diese Bänder als zeitloser Klassiker angesehen – möglicherweise gerade wegen der Fehler und Schwächen, die Parker in erschütternde Kunst verwandelte.

On the Edge – Jazz im Ausnahmezustand im Überblick

Sendezeit Sa, 05.09.2026 | 23:03 - 00:00 Uhr
Sendung BR-KLASSIK "ARD Radiofestival: Jazz"
Radiosendung