Hunter White ist ein Wallstreet-Jongleur mit exzentrischer Ehefrau und teurem Hobby: Er liebt die Großwildjagd. Er will die Big Five voll machen, die Krönung wäre der Abschuss eines Nashorns. Wilderer machen den Plan zunichte. Sein Freund und Safari-Organisator van Heeren macht ihm ein alternatives Angebot: Ob er schon mal von den Big Six gehört hätte. Hunter White lässt sich auf die Menschenjagd ein. Seine "Beute" ist ein Eingeborener, sein Guide dessen bester Freund. Der Deal mit dem Stamm: Mit dem Geld für den Abschuss soll einer aus dem Stamm in den USA studieren dürfen. Eine schwindelerregende Safari in Grenzbereiche menschlicher Moral. Stephan Ozsváth war mit ihr unterwegs zu Giraffen, Elefanten und Nashörnern.
Stephan Ozsváth empfiehlt
Iida Turpeinen: Das Wunder des Lebens, 320 Seiten, S.Fischer Verlag.
Gaea Schoeters empfiehlt
Lara Taveirne: Wolf, 240 Seiten, Prometheus (derzeit nur auf Niederländisch).
Das Buch
Gaea Schoeters "Trophäe", 256 Seiten, Zsolnay.
Der Ort
Berliner Zoo
Die Autorin
Gaea Schoeters, ist eine flämische Autorin, Journalistin, Drehbuchschreiberin, Opern-Librettistin. Die 1976 geborene Autorin ist mit dem Motorrad durch den Nahen Osten und Zentralasien gereist. Den afrikanischen Schauplatz von "Trophäe" hat sie sich allerdings nur über YouTube-Videos erschlossen. Für die Lesungen in Deutschland hat sie eigens Deutsch gelernt. Sie gehört dem niederländisch-flämischen Autorinnenkollektiv Fixdit an, das sich für mehr Gleichberechtigung in der Literaturbranche einsetzt.
Kultur & Gesellschaft
Orte und Worte Folgen
Der Bücherpodcast vom rbb. Ein Buch, ein Ort, eine Begegnung: Wir sprechen mit Autorinnen und Autoren über ganz persönliche Themen, ihre aktuellen Bücher, das Schreiben und die kreative Arbeit. Unsere Hosts Nadine Kreuzahler, Anne-Dore Krohn und Stephan Ozsváth verabreden sich an Orten, die wichtig sind als Schauplatz oder zur Inspiration, mit dem Schwerpunkt in Berlin und Brandenburg. Alle Tipps, Empfehlungen und Orte findet Ihr in den Beschreibungen und Shownotes der Podcast Folgen.
Folgen von Orte und Worte
99 Folgen
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Folge vom 31.10.2024Mit Gaea Schoeters im Berliner Zoo
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Folge vom 24.10.2024Mit Ulla Lenze in Beelitz HeilstättenDie Arbeiterheilstätten Beelitz in Brandenburg waren Anfang des 20. Jahrhunderts die modernste Kureinrichtung Europas für Tuberkuloseerkrankte. Im Laufe der weiteren Geschichte dienten die in einem Wald verstreuten Gebäude als Lazarett und sowjetisches Krankenhaus, bis sie nach der Wende verfielen und zum "Lost Place" und Foto-Mekka wurden. Die Schriftstellerin Ulla Lenze macht die Heilstätten zum Schauplatz ihres neuen Romans "Das Wohlbefinden". Sie spannt einen weiten Bogen von 120 Jahren bis in die Pandemiejahre von heute. Mit Nadine reist sie nach Beelitz und zurück in die Zeit. Es geht um verordnete Entspannung und Wellness-Apps, um Utopie und Spiritualität, um Frauenleben und Reisen nach Indien. Und natürlich um Bücher. Nadine Kreuzahler empfiehlt Thomas Mann, "Der Zauberberg", 100 Jahre Zauberberg Geschenkausgabe in Leinen, 1120 Seiten, S. Fischer Verlag. Jan Schomburg, "Die Möglichkeit eines Wunders", 269 Seiten, dtv. Ulla Lenze empfiehlt Gabriele Reuter, "Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens", 270 Seiten, Reclam Verlag. Das Buch Ulla Lenze: "Das Wohlbefinden", 333 Seiten, Klett-Cotta. Der Ort Beelitz Heilstätten Die Autorin Ulla Lenze wurde 1973 in Mönchengladbach geboren, sie lebt in Buckow und Berlin. Mit 16 zog es sie für ein halbes Jahr nach Indien, seitdem reist sie immer wieder dorthin. Lesereisen und Stipendien führten sie auch nach Syrien, in den Irak und Iran, und in die USA. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. "Das Wohlbefinden" ist ihr sechster Roman.
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Folge vom 17.10.2024Mit Isabel Bogdan auf der Frankfurter BuchmesseDie Büchermenschen treffen sich in dieser Woche in Frankfurt auf der Buchmesse, und dort hat sich Anne-Dore auch mit Isabel Bogdan verabredet. In ihrem neuen Buch "Die Wohnverwandtschaften" erzählt die Bestseller-Autorin von einer Hamburger WG: Vier Menschen zwischen Anfang 30 und Ende 60 teilen nicht nur Küche und Bad, sondern auch ihre Sorgen und wichtige Fragen des Lebens. Wer oder was ist eigentlich Familie? Ist man unkomplett, wenn man als Single in einer WG lebt? Und wie geht man damit um, wenn einer krank wird? Anne-Dore und Isabel unterhalten sich auf der ARD-Bühne über Wahlverwandtschaften, Wohnungsnot, Rollenprosa und die Rettung des Wortes "anderthalb". Das Buch von Isabel Bogdan, über das wir im Podcast reden Isabel Bogdan "Wohnverwandtschaften", 272 Seiten, Kiepenheuer & Witsch Der Ort Die Literaturbühne von ARD, ZDF und 3Sat auf der Frankfurter Buchmesse, www.buchmesse.de Die Autorin Die Übersetzerin und Autorin Isabel Bogdan wurde 1968 in Köln geboren und lebt in Hamburg. Sie hat u.a. Jane Gardam, Jonathan Safran Foer und Alice Sebold ins Deutsche übersetzt. Von ihr erschienen "Sachen machen. Was ich schon immer tun wollte" (2012), "Der Pfau" (2016) und "Laufen" (2019). "Wohnverwandtschaften" ist ihr dritter Roman.
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Folge vom 10.10.2024Mit Slata Roschal in einer Berliner Hotel-Lobby"Ein Zimmer für sich allein" – das forderte Virginia Woolf in ihrem berühmten Essay schon vor fast 100 Jahren. Die Übersetzerin Maria sucht und findet dieses Zimmer für sich allein in einem Hotel im heutigen Berlin Prenzlauer Berg. Die junge Mutter polnisch-jüdischer Herkunft flieht vor ihrem eigentlich guten Leben mit Mann, zwei Kindern und Häuschen in Mecklenburg und denkt über Herkunft, das Mutterbild, den Körper, Einsamkeit und ihre Familiengeschichte nach, während sie 100 Jahre alte Briefe deutscher Auswanderer übersetzt. Sie ist die Hauptfigur im zweiten Roman von Slata Roschal: "Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten". Wein gab es nicht beim Treffen von Nadine und Slata Roschal in einem Berliner Hotel, aber auch so haben sie viel Gesprächsstoff gefunden. Die Liebe zu Hotels, das überhöhte Mutterbild in der Gesellschaft, Slatas russisch-jüdische Herkunft, Antisemitismus, die Anschläge der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und natürlich Bücher. Nadine Kreuzahler empfiehlt Bezad Karim Khani, "Als wir Schwäne waren", 192 Seiten, Hanser Berlin. Domenico Müllensiefen empfiehlt Nora Zapf, "No Notizen", 42 Seiten, hochroth München. Dana von Suffrin (Hrsg.), "Wir schon wieder. 16 jüdische Erzählungen", (mit einem Text von Slata Roschal), 240 Seiten, Rowohlt. Das Buch Slata Roschal "Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten", 176 Seiten, Ullstein. Der Ort Lobby des Hotels Eurostars in Berlin Mitte Der Autor Slata Roschal, geboren 1992 in Sankt Petersburg, aufgewachsen in Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern, ist promovierte Slawistin, Lyrikerin, Literaturwissenschaftlerin und Prosa-Autorin. Ihr Romandebüt "153 Formen des Nichtseins", war 2022 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Sie lebt in München.