Das Aussterben der Gemeinen Fichte
Das Aussterben der Gemeinen Fichte © Florian Kurz / pixabay.com

Feature

Picea - Ein Requiem für die Fichte

Kahlschläge hinterlassen nur noch Ödnis und zerstörten Waldboden. Der einst gesunde Wald schweigt nun braun und ohne Leben.

Der Wald steht stumm und braun da. Einst gesunde Fichtenwälder sind abgestorben und kein Vogel singt mehr, kein Wind rauscht durch die Wipfel. In ganz Deutschland, im Harz, im Thüringer Wald und im Schwarzwald wandeln sich einstige Schutzwälder für Hirsche, Rehe und Damwild in kahle Flächen. Wo einst Hochwald stand, findet man nun nur noch Stümpfe, zerstörten Waldboden und Ödnis.

Die Gemeine Fichte (Picea abies), der Wirtschaftsbaum schlechthin und Symbol der Nachhaltigkeit, leidet unter dem Klimawandel wie keine andere Baumart in Deutschland. Einst wurde sie idealisiert und mythisch aufgeladen, doch jetzt trauert Autor Jörg Wunderlich um den Verlust dieses Baumes. Dieser Verlust betrifft uns alle: Wanderer, Touristen, Dorfbewohner und Waldbesitzer, Harzhexen und Geigenbauer sowie Forstwirte, Möbeltischler und Maiburschen. Was wird nach der Fichte sein und wie werden dann die Wälder aussehen? Diese Frage beschäftigt nicht nur Jörg Wunderlich.

Zum Autor

Seit 2015 schreibt Jörg Wunderlich Essays und Features für MDR Kultur. Seine letzte Produktion war die Dokumentation "Wand an Wand zum Elephant - Weimar und sein verschwundenes Hotel 'Zum Erbprinz'".

"Picea - Ein Requiem für die Fichte" im Überblick

Picea - Ein Requiem für die Fichte

von Jörg Wunderlich

Mit Chris Pichler, Hans-Peter Bögel

Produktion: 2023

Sendezeit Do, 21.12.2023 | 20:00 - 21:00 Uhr
Sendung MDR KULTUR "Feature"
Radiosendung