Im Gottesdienst steht die Frage nach «wahrer Grösse» im Mittelpunkt. Ausgangspunkt der Predigt von Pfarrerin Sibylle Forrer ist die biblische Szene, in der Jesus ein Kind in die Mitte stellt und seine Jüngerinnen und Jünger auffordert: «Werdet wie die Kinder».
Damit stellt Jesus gängige Vorstellungen von Macht, Leistung und Anerkennung radikal in Frage. Die biblische Auslegung wird mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbunden, etwa nach dem Stellenwert von Fürsorge, Abhängigkeit und Care-Arbeit. Der Gottesdienst lädt dazu ein, die eigene Vorstellung von Stärke neu zu bedenken.
Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von einem Ensemble aus zwei Violinen und Violoncello gemeinsam mit der Barockorgel. Es erklingen Werke von Georg Friedrich Händel (aus den Orgelkonzerten) und Antonín Dvořák (aus den Bagatellen op. 47). An der Orgel spielt Els Biesemans.
Religiös
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In Zusammenarbeit mit ausgewählten Kirchgemeinden werden jährlich zehn Gottesdienste direkt übertragen.
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Folge vom 22.03.2026Evangelisch-reformierter Gottesdienst aus Kilchberg ZH
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Folge vom 01.03.2026Evangelisch-reformierter Gottesdienst aus dem Berner MünsterDer Gottesdienst am zweiten Sonntag der Passionszeit trägt den Titel «Reminiscere» (Gedenke). Er leitet sich von Psalm 25 ab: «Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind». Erinnerungen wärmen. Erinnerungen machen wehmütig. Doch sollten wir uns ihrem Sog nicht zu sehr überlassen, findet Pfarrer Beat Allemand und nähert sich in seiner Predigt der Faszination «Erinnerung». Es gebe ein Jetzt. Und es gebe, so Gott will, eine Zukunft. Überhaupt: Was gälte es nicht alles zu entdecken und in das bereits Erlebte einzulagern? Irgendwie glaubt Pfarrer Beat Allemand daran, dass nichts verloren ist. Und mit den Worten von Edith Piaf: «Je ne regrette rien.» Musikalisch gestalten den Gottesdienst der Tenebrae Choir aus London und Münsterorganist Christian Barthen. Tenebrae bedeutet «Dunkelheit». Der Chor liebt es, im Kerzenschein in Kirchenräumen zu singen und mit seiner Musik die Herzen der Zuhörenden zum Strahlen zu bringen. Alle Mitwirkenden sind professionelle Musikerinnen und Musiker aus dem Raum London, Oxford und Cambridge.
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Folge vom 01.02.2026Römisch-katholischer Gottesdienst aus Bichelsee TGDie römisch-katholische Pfarrei in Bichelsee feiert ihren Patron, den Heiligen Blasius. Sein Segen und das Lichtfest prägen den Gottesdienst, musikalisch begleitet vom Kirchenchor Fischingen. Im 3. Jahrhundert lebte in Sebaste, in der heutigen Südtürkei, Bischof Blasius. Historisch ist nur wenig über ihn bekannt. Eine Legende erzählt von einem jungen Mann, der offenbar an Fischgräten erstickte. Daraufhin soll Bischof Blasius für ihn gebetet und so dem jungen Mann das Leben gerettet haben. Diese Erzählung führte dazu, dass Blasius heute als Schutzpatron gegen Halskrankheiten verehrt wird. Am Blasiustag – immer am 3. Februar - bitten Gläubige um seinen Segen, der traditionell mit zwei Kerzen gespendet wird. Am 2. Februar wiederum feiert die römisch-katholische Kirche das Fest Mariä Lichtmess. An diesem Tag werden traditionell alle Kerzen gesegnet, die im Laufe des Jahres in den Gottesdiensten verwendet werden, ebenso wie jene, die in den privaten Haushalten entzündet werden. Das Fest gilt als ein letzter Ausklang der Weihnachtszeit und stellt das Licht in den Mittelpunkt. Pater Gregor Brazerol OSB, Priester im Pastoralraum Hinterthurgau, greift diese Symbolik im Gottesdienst auf und verbindet sie mit der christlichen Botschaft: In Jesus Christus ist uns das wahre Licht geschenkt. Die Bibel sagt dazu: „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt“ (Joh 1). Die Eucharistiefeier aus der Kirche St. Blasius in Bichelsee TG wird musikalisch gestaltet vom Kirchenchor Fischingen unter der Leitung von Yvonne Brühwiler. Im Gottesdienst erklingen Gesänge aus der „Thurgauer Jubiläumsmesse“ von Heinrich Walder und von John Rutter, sowie Gemeindelieder zum Mitsingen. Die Orgel spielt Monika Bernold.
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Folge vom 04.01.2026Gottesdienst für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-MontanaAm Sonntag findet in Crans-Montana im Wallis ein Gedenkgottesdienst für die Opfer der Brandkatastrophe statt. SRF, RTS und RSI übertragen den Gottesdienst live im Fernsehen. Bei dem Brand in einer Bar in Crans-Montana sind in der Neujahrsnacht 40 Menschen ums Leben gekommen und 115 wurden zumeist schwer verletzt. Die Betroffenheit ist gross. Am Unglücksort erinnern Blumen und Kerzen an die Opfer der Tragödie. Bei der Gedenkmesse am Sonntag in der Chapelle Saint-Christophe de Crans soll die Verbundenheit mit den Opfern, ihren Familien und allen vom Unglück betroffenen Menschen zum Ausdruck kommen. Jean-Marie Lovey, Bischof von Sitten, leitet die Messe und hält die Predigt. Bischof Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, feiert die Messe mit. Anwesend sind von evangelisch-reformierter Seite beim Gottesdienst Adrian Diethelm, Pfarrer von Crans-Montana, Stephan Kronbichler, Präsident des Synodalrats im Wallis und Gilles Cavin, Präsident der Schweizerischen Synode. Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana ist die Anteilnahme der Bevölkerung in der Schweiz und international in vielen Ländern gross. In einem Telegramm hatte auch Papst Leo XIV. sein Beileid ausgesprochen. Der Papst erklärte, er teile den Schmerz der Familien und der ganzen Schweiz angesichts des „tragischen Brandes“. Er sei den Angehörigen der Opfer nahe und bete für die Verstorbenen.