Besungen, beschrieben und erforscht - und doch will sich das Meer den Menschen nicht in seiner Gesamtheit offenbaren
Besungen, beschrieben und erforscht - und doch will sich das Meer den Menschen nicht in seiner Gesamtheit offenbaren © Maciek PELC / freeimages.com

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Schweigend steht man vor dem Horizont - Eine Lange Nacht über das Meer

Warum zieht es uns im Urlaub so oft ans Meer? Die See ist nicht bloß ein Ort der Entspannung und der Kontemplation, sondern ruft auch Gefühle wie Fernweh, Abenteuerlust und Neugier in uns wach. Denn jeder Versuch, die unergründlichen Tiefen des Meeres in vollem Umfang zu 'erfassen', misslingt.

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Dorthin, wo der Kosmos sich mit glutrotem Atem unserem Planeten zu nähern scheint, gehen unsere Träume, dort siedeln wir bei aufkommender Dunkelheit unsere Hoffnungen an, hier hat die Sehnsucht ihren Ort.

Das Meer. Vor seiner unermesslichen Weite stehen wir und werden still. Es ist mehr als nur der Ort ungestörten Relaxens, sondern auch der Kontemplation; uns wird bewusst, an unserer Wiege zu stehen; das Meer ist das "Buch der Ewigkeit", das seine Geheimnisse nur zögernd zu offenbaren bereit ist. Es ist Anfang und Ende, Brücke und Grenze zugleich.

Für Menschen, die auf Inseln, an den Küsten, am und vom Meer leben, ist es einfach nur Lebensraum, für die anderen mehr: ein Mythos, ein Geheimnis, eine Herausforderung. Wer mit dem Meer lebt, erzählt darüber seine ganz persönlichen Geschichten: der Leuchtturmwärter auf Helgoland, der Meeresbiologe in Hamburg, der Maler, der Komponist, der Dichter, der Sammler maritimer Kostbarkeiten, der Fischer, der Seemann...

Ihre Biografien sind vom Meer auf sehr eigene, unterschiedliche Weise mitgeschrieben worden. Alle belegen: Jeder Versuch, das Meer zu 'erfassen', misslingt. Es ist und bleibt ein wunderbar gestaltendes und zugleich zerstörendes Phänomen.

Eine Lange Nacht über das Meer im Überblick

Sendezeit Sa, 02.04.2016 | 00:05 - 03:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Lange Nacht"
Radiosendung