
Hörspiel
"Sladek" - Vom Entstehen des Autoritarismus
In den Anfangsjahren der 1920er versuchten einige geheime militärische Gruppierungen, die Anzahl der Soldaten in der deutschen Armee über die im Versailler Vertrag festgelegten Begrenzungen hinaus zu erhöhen. Aus Sicht der beiden jungen Protagonisten Franz und Sladek wirft Horváth ein Licht auf die rechtsextremen Aktivitäten der sogenannten "Schwarzen Armee" und deren Bemühungen, ihr Bestehen zu verschleiern.
Der linke Journalist Franz untersucht die Aktivitäten rund um die "Schwarze Armee" und begegnet bei einem Treffen von Nationalsozialisten Sladek, einem arbeitslosen Mann, in dessen Gedankengut die Ideologien der Rechtsradikalen zu einem autoritären Weltbild verschmelzen.
Zum Autor
Ödön von Horváth erkannte frühzeitig die Bedrohung durch Faschismus und brachte diese Problematik auf die Theaterbühne. Seine 1929 zum ersten Mal unter dem Nebentitel "Der schwarze Reichswehrmann" aufgeführte, wenig bekannte Inszenierung skizziert in der Person des Sladek ein scharfsinniges Bild eines Charakters, dessen Reinlichkeitsvorstellungen, Sehnsucht nach einem einfach strukturierten Weltbild und latente Kindlichkeit typisch für die nationalsozialistischen Strömungen in der Weimarer Republik waren.
""Sladek" - Vom Entstehen des Autoritarismus" im Überblick
"Sladek" - Vom Entstehen des Autoritarismus
von Ödön von Horváth
Mit Jens Wawrczeck, Lukas Miko, Andrea Eckert, Martin Schwab, Birgit Minichmayr, Klaus Höring, Harald Harth
Produktion: 2001
| Sendezeit | Sa, 11.04.2026 | 14:00 - 15:00 Uhr |
| Sendung | Ö1 "Hörspiel" |