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Ständige Kontrolle, fragwürdiger Nutzen - Der Hype um den Blutzuckerspiegel
Eine effiziente Kontrolle des Zuckerspiegels im Blut steht derzeit im Mittelpunkt des Interesses, insbesondere in sozialen Netzwerken, da sie angeblich die Energie steigert, den Schlaf verbessert und Heißhunger reduziert. Jessie Inchauspé, bekannt als die "Glucose-Göttin", hat in diesem Bereich eine regelrechte Begeisterungswelle ausgelöst. Ihre Publikationen gehören zu den meistverkauften, und auch im Gesundheitswesen ist eine Reaktion spürbar: Die Nachfrage nach Blutzuckermessgeräten nimmt rapide zu.
Aber ist es für Menschen ohne Diabetes tatsächlich sinnvoll, kontinuierlich den eigenen Blutzucker mit Geräten und Anwendungen zu kontrollieren, die ursprünglich für Diabetiker entwickelt wurden? Ein echter Hype hat sich um die angeblich problematischen "Blutzucker-Spitzen" entwickelt, mit großen Verheißungen: weniger Heißhungerattacken, gesteigertes Energieniveau und bessere Gesundheit.
Die Sendung überprüfen: Was kann die regelmäßige Überwachung des Blutzuckers wirklich erreichen, und wann lenkt sie möglicherweise von wichtigeren Gesundheitsfaktoren ab? Schließlich gibt es neben der Ernährung noch viele weitere Elemente, die Auswirkungen auf den Blutzucker haben, wie Alter, körperliche Aktivität, Schlafqualität, Stresslevel und bei Frauen der Menstruationszyklus. Können ein reichhaltiges Frühstück und das Trinken von Essig vor dem Essen tatsächlich so wirkungsvoll sein?
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Ständige Kontrolle, fragwürdiger Nutzen - Der Hype um den Blutzuckerspiegel
von Susanne Billig, Petra Geist
| Sendezeit | Do, 05.03.2026 | 19:30 - 20:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk Kultur "Zeitfragen Feature - Forschung und Gesellschaft" |