Die Verwendung von Dirskriminierung und Rassismus in der Literatur hat Toni Morrison in ihrem Romandebüt "Sehr blaue Augen" untersucht
Die Verwendung von Dirskriminierung und Rassismus in der Literatur hat Toni Morrison in ihrem Romandebüt "Sehr blaue Augen" untersucht © Harry Hautumm / PIXELIO

Kultur & Literatur

Toni Morrison und die Psychologie des Rassismus

Vor drei Jahrzehnten erhielt Toni Morrison die Auszeichnung des Literaturnobelpreises als erste schwarze Frau. Die Sendung gibt Einblick in ihr Leben und Wirken.

Vor 30 Jahren erhielt Toni Morrison als erste schwarze Frau den Literaturnobelpreis. Sie war sich bewusst, wie diskriminierend und rassistisch Sprache in der Literatur wirken kann und untersuchte dies in ihrem Essayband "Im Dunkeln spielen" anhand klassischer amerikanischer Moderner Literatur.

In ihrem Roman-Debüt "Sehr blaue Augen", das nun in einer neuen Übersetzung von Tanja Handels vorliegt, veranschaulicht Morrison eindrücklich die tief verwurzelte Präsenz von Rassismus auf beiden Seiten, in der erschütternden Geschichte eines schwarzen Mädchens auf beeindruckende Weise. Zudem ist es auch ihre einzige Erzählung "Rezitativ", die sie kurz vor ihrem Tod im Jahr 2019 verfasste, auf Deutsch erhältlich. In dieser Erzählung dreht sich alles um zwei Mädchen, eines schwarz und das andere weiß, deren Hautfarbe bis zum Ende unklar bleibt.

Die Bedeutung von Toni Morrisons Werk für die afroamerikanische Literatur sowie ihre Rolle als wichtige Stimme werden von der Übersetzerin Tanja Handels und Anne V. Adams, emeritierte Professorin für Africana Studies an der Cornell Universität, diskutiert.

Toni Morrison und die Psychologie des Rassismus im Überblick

Sendezeit Fr, 15.12.2023 | 19:30 - 20:00 Uhr
Sendung Deutschlandfunk Kultur "Literatur"
Radiosendung