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"Un Américain à Paris" - Der Gitarrist Jimmy Gourley (1926-2008)
Wenn Clifford Brown oder Stan Getz Konzerte in der französischen Hauptstadt gaben, war ihre bevorzugte Begleitung Jimmy Gourley.
Schon während der Schulzeit entfachte bei Lee Konitz eine Begeisterung für Jazz, während Jimmy Gourley über Aufnahmen von Charlie Christian und Jimmy Raney sein Talent für die Jazzgitarre entwickelte. Im Jahr 1926 erblickte er in St. Louis, Missouri, das Licht der Welt, seine Kindheit und Jugend erlebte er jedoch in Chicago. Sein Vater leitete in Indiana eine Musikschule, und seine aus Spanien stammende Mutter inspirierte ihn, mit sechs Jahren eine Vorliebe für Gitarrenmusik zu entwickeln. Mit 25 Jahren verließ Gourley Amerika und siedelte sich in Paris an, wo er sich schnell einen Namen machte und für immer blieb.
Die renommierte französische Zeitung "Le Monde" beschrieb ihn als "lebendiges Jazz-Lexikon", da er Kontakte zu nahezu allen Größen der Szene pflegte. 1959 nahm er an der letzten Aufnahme mit Lester Young teil, jedoch erschien sein erstes eigenes Album erst nach zwei Jahrzehnten als Begleitmusiker. Im Jahr 2008 verstarb Jimmy Gourley, und seine Frau Rolande Hugard-Gourley brachte kürzlich eine Biografie mit dem Titel "Un Américain à Paris" heraus, die das Leben ihres Ehemannes beleuchtet.
"Un Américain à Paris" - Der Gitarrist Jimmy Gourley (1926-2008) im Überblick
| Sendezeit | Fr, 20.03.2026 | 22:05 - 22:50 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Radionacht - Milestones/Spielraum/Lied- und Folkgeschichten" |