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Unter Deutschen - Hikmat Al-Sabty und die Politik
Zuletzt reiste Hikmat Al-Sabty als Wahlbeobachter auf die Krim. Als erster Migrant wurde er 2011 in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Seiner Partei, den Linken, gegenüber sitzt die NPD. Der gebürtige Iraker verkörpert drei Feindbilder der Rechten: links, intellektuell und Ausländer.
Nach 21 Jahren Deutscher Einheit wird Hikmat Al-Sabty 2011 als erster Migrant in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern gewählt.
Der Iraker mit deutschem Pass erfüllt gleich drei Feindbilder für die Rechten, die ebenfalls im Parlament sitzen: Er ist Linker, er ist Ausländer, er ist Intellektueller. Und er singt Goethe.
Die Angriffe erträgt er stoisch. Ebenso die deprimierende Tatsache, dass er als Linker quasi für den Papierkorb arbeitet. Fast alle seine Anträge werden abgelehnt. So ist das Spiel.
Der promovierte Agrarwissenschaftler mit dem Abschluss deutscher Universitäten hat nie einen Job in seinem Beruf gefunden. Mit den Flüchtlingen, die 2014 in die Heime strömen, fühlt er sich verbunden. Er weiß, wie es ist, ganz unten. Er will helfen. Und muss erkennen, wie langsam das geht, selbst wenn man im Landtag sitzt.
"Hikmat Al-Sabty und die Politik" im Überblick
Hikmat Al-Sabty und die Politik
von Alexa Hennings
Produktion: 2014
| Sendezeit | So, 04.05.2014 | 11:04 - 12:00 Uhr |
| Sendung | NDR Info "Das Feature" |