
Feature
Vermaledeit seyst du
Die Sprache des Hasses hat sich im Laufe der Zeit verändert, aber die Emotion bleibt eine grundlegende menschliche Eigenschaft. Die Art und Weise, wie Hass ausgedrückt wird, spiegelt den historischen Kontext wider.
Hass ist eine grundlegende menschliche Emotion, die schon immer existiert hat und auch sprachlich zum Ausdruck gebracht wurde. Allerdings hat sich die Struktur der Hassrede im Laufe der Zeit verändert.
Während Inquisitoren in der Hexenverfolgung die angebliche Minderwertigkeit von Frauen mit kalter Rationalität legitimierten, verglich Goebbels das Judentum mit einer Infektionskrankheit.
Punkrock hingegen brüllte seine Wut auf die verlogene Wohlstandsgesellschaft heraus und westdeutsche Spießbürger stammelten ihren Hass auf "Gammler" und unangepasste Studierende naiv vor Fernsehkameras. Der rechte Facebook-Mob in Kommentarspalten äußert sich gerne in unbeholfenem Sarkasmus. Wo liegt der historische Kontext in der Sprache des Hasses? Welche rhetorischen Mittel kommen zur Anwendung?
"Vermaledeit seyst du" im Überblick
Vermaledeit seyst du
von Christoph Spittler
Produktion: 2023
| Sendezeit | So, 10.12.2023 | 20:05 - 21:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Freistil" |