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Vorbild der US-Verfassung - Benjamin Franklin und der deutsche Föderalismus
Er war einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten und beteiligte sich am Unabhängigkeitsvertrag und unterzeichnete ihn mit: Benjamin Franklin. Weniger bekannt ist jedoch, dass Franklin sich in Deutschland Inspiration für eben jenen Vertrag einholte. Ein Feature zum Thema.
Der Erfinder und Staatsmann Benjamin Franklin (1706 - 1790) reiste 1766 ins Deutsche Reich. Ziel der Reise des genussfreudigen, streitbaren und humorvollen Amerikaners: die deutschen Heilbäder.
Aber auch das Studium des föderalen Systems in Deutschland. Er war auf der Suche nach einem Verfassungsmodell der nach Unabhängigkeit strebenden britischen Kolonien in Nordamerika.
Die deutschen Kleinstaaten besaßen weitgehende Souveränität, folgten jedoch in Fragen des Gesamtinteresses dem deutschen Kaiser. Der Gedanke des "E pluribus unum" (aus Vielem Eines) - heute Motto des US-Staatswappens - erschien dem lernbegierigen Benjamin Franklin am stärksten im deutschen Föderalismus präsent.
Er holte sich Rat beim Göttinger Staatsrechtler Johann Stephan Pütter, der seitdem als einer der wenigen nicht-amerikanischen Väter der US-Verfassung gesehen werden kann.
"Benjamin Franklin und der deutsche Föderalismus" im Überblick
Benjamin Franklin und der deutsche Föderalismus
von Michael Reitz
Produktion: 2012
| Sendezeit | Fr, 26.09.2014 | 08:30 - 09:00 Uhr |
| Sendung | SWR Kultur "Wissen" |