Es geht um ein Digitalunternehmen, das schnell wächst. Als die
Belegschaft die Marke von achtzig überschreitet, ist allen klar: So kann
es nicht weitergehen, es braucht mehr Struktur. Der naheliegende Weg
wäre eine Führungsebene: Teamleiterinnen, Abteilungsleiter, Vorstand.
Stattdessen wird abgestimmt. Wollt ihr Vorgesetzte haben? Was dabei
herauskam, ist der Anlass dieser Folge. Brauchen wir Chefs, brauchen wir
Chefinnen? Johanna Michaels sagt Ja. Tobias Hürter sagt Nein.
Die beiden diskutieren: Warum in Hierarchien Menschen so verlässlich bis
zu ihrer Stufe der Unfähigkeit aufsteigen; warum wir Demokratie in der
Politik selbstverständlich finden und in der Wirtschaft kaum je
einfordern; was Psychologen herausfinden, wenn sie messen, wer in einem
Team wie lange redet. Es geht um ein Flugzeug, das 1978 bei Portland
abstürzte, weil die Cockpitbesatzung dem Kapitän nicht zu widersprechen
wagte. Um Erste-Hilfe-Kurse und um Führungsstrukturen im OP-Saal, wo es
ein gutes Zeichen ist, wenn wenig gesprochen wird. Und um die Deutsche
Bahn, deren neue Chefin die Kultur ihres Hauses als »organisierte
Verantwortungslosigkeit« beschreibt.
Und schließlich ist da noch dieses Kammerorchester in New York, das ohne
Dirigent probt und spielt. Auch dort wird geführt. Nur eben nicht von
einem Chef.
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156 Folgen
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Folge vom 30.08.2026Brauchen wir Chefs (m/w/d)?
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Folge vom 16.08.2026Wozu Mathe, es gibt doch KI?Auf der internationalen Mathematikkonferenz in Philadelphia war von der größten Krise der Mathematik seit einem Jahrhundert die Rede: Die künstliche Intelligenz löst inzwischen mathematische Rätsel, an denen Forscherinnen und Forscher seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten verzweifeln. Das Problem: Die Beweise sind für Menschen mitunter nicht mehr zu verstehen. Stimmen sie überhaupt? Und was bleibt den Menschen jetzt noch zu tun? Christoph Drösser hat auf der Konferenz mit führenden Fachleuten gesprochen, die sich nun Regeln im Umgang mit KI auferlegen wollen. Außerdem erklärt die Mathematikdidaktikerin Susanne Prediger, wie die künstliche Intelligenz den Mathematikunterricht verändert. Was sollen Schülerinnen und Schüler überhaupt noch lernen? Diese Diskussion gibt es an vielen Schulen mit Einführung des Taschenrechners, aber mit den neunmalklugen Chatbots erreicht sie ein neues Level. Mathematiker rechnen mit einer Spaltung der Schülerschaft. Und schließlich stellt Christoph Drösser die KI mit seiner eigenen Diplomarbeit auf die Probe. Da war nämlich noch ein Fehler drin. Kontakt zur Redaktion: podcast@zeit-wissen.de ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
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Folge vom 09.08.2026Machen Kinder glücklich?Die Philosophin L. A. Paul nennt Elternschaft eine transformative Erfahrung: Man kann vorher nicht wissen, ob sie glücklich macht, weil man selbst ein anderer Mensch wird. Kinder zu kriegen ist eine Entscheidung, die man trifft, bevor man weiß, wer man danach sein wird. Die Glücksforschung nähert sich der Angelegenheit mit Fragebögen und Interviews. Sie erkundet, ob Eltern im Durchschnitt glücklicher sind als Kinderlose – und ob das Elternglück, das viele nach der Geburt eines Kindes erleben, von Dauer ist. Johanna Michaels und Tobias Hürter diskutieren im Podcast über ihre eigenen Erfahrungen und sortieren die Studien und philosophischen Argumente. Als Tobias Hürter seine Tochter zum ersten Mal sah, überkam ihn ein Glücksgefühl, das ihn selbst überraschte. Sechzehn Jahre später sagt er: Dieses Glück ist geblieben. Johanna Michaels findet schön, dass er das erleben durfte – und mindestens ebenso schön, dass sie es nicht erleben muss. Sie will keine Kinder. Dieser Wunsch hat sich mit den Jahren nur verfestigt. Eine Diskussion über das Parenting Paradox, Simone de Beauvoir und die Studie »Regretting Motherhood«, über Antinatalismus und darüber, warum es kein »Regretting Fatherhood« gibt. Elternglück ist nicht nur eine private Angelegenheit, sondern auch eine politische. Feedback zum Podcast erreicht uns auch per Mail unter podcast@zeit-wissen.de ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.
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Folge vom 02.08.2026Wenn es der Arzt mit der Behandlung übertreibtHaben Sie auch schon einmal ein Medikament verschrieben bekommen, von dem Sie glauben, dass Sie es nicht brauchen? Und gab es bei einem Routinetest falschen Alarm, über den Sie sich große Sorgen gemacht haben? Sie sind nicht allein: Schätzungen zufolge sind 30 Prozent aller medizinischen Eingriffe nicht nötig, zehn Prozent schaden sogar. Um dieses Phänomen, die sogenannte Überversorgung, dreht sich die neue Folge des ZEIT-Wissen-Podcasts. Jan Schweitzer, Redakteur im Gesundheitsressort der ZEIT, spricht mit »Woher weißt du das?«-Host Jakob Simmank über mögliche Folgen: Nebenwirkungen von Medikamenten, Sorgen – und Milliarden, die jedes Jahr verschwendet werden. Es geht auch darum, was man gegen Überversorgung tun kann. Und in der unmöglichen Kolumne fragt Christoph Drösser: Wie erklärt sich die Wissenschaft Spontanheilungen? Shownotes: - Im Interview erklärt der Internist Sebastian Schellong, was Medizinerverbände gegen Überversorgung tun können. - Jan Schweitzer ist auf Krebsvorsorge-Reise gegangen: Was hat er gelernt? - Wie evidenzbasiert ist eigentlich die Zahnmedizin? Antworten von Jan und Ragnhild Schweitzer ZEIT WISSEN-Probeabo mit einer Gratisausgabe: zeit.de/wissen-testen Vergünstigtes Podcast-Abo für ZEIT WISSEN-Leser zeit.de/abo-wissen Wir freuen uns über Ideen, Kritik und Feedback. Schreiben Sie uns an podcast@zeit-wissen.de [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Wenn Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt das ZEIT-WISSEN-Magazin 1x kostenlos.