Geld gewinnt man beim Verspielen nicht, aber Spaß gibt es umso mehr
Geld gewinnt man beim Verspielen nicht, aber Spaß gibt es umso mehr © stock.xchng

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Zeit zum Zocken - Über eine norddeutsche Leidenschaft

Wen die Spiellust gepackt hat, sollte sich überlegen, in den Norden des Landes zu ziehen. Denn dort gibt es an jedem Wochentag einen Ort zum "Verspielen" - um Naturalien, versteht sich.

Sobald die Dunkelheit anbricht, und das erfolgt im Winter bekanntlich zu immer früherer Stunde, treffen die Spiellustigen aufeiander. Die Kullisse ist malerisch: zwischen Getreidefeldern und Landstraßen, nördlich des Nord-Ostseekanals. In den dortigen kleinen und mittelgroßen Ortschaften finden sie sich, jeden Abend etwa hundert Leute, zum "Verspielen".

Es geht ihnen um die Spannung und das Herzflattern, wenn ein Gewinn in Reichweite gerät, egal ob beim Lotto oder Bingo, am Ende wechseln Kaffee, Gänse, Wurst und Lebensmittelbons die Besitzer, wenn Vereine in Landgaststätten und Vereinshäusern oder freiwillige Feuerwehren zum Verspielen einladen. In Deutschland sind Geldpreise verboten.

Wer sich auskennt, weiß, wo er an jedem Tag der Woche einen Ort zum Einkehren findet. Montags in Schleswig, dienstags in Kropp, mittwochs in Norby, donnerstags in Süderbrarup, freitags in Tetenhusen, samstags wieder in Schleswig, und dann noch in Stolk, in Glücksburg, in Westerkrug, in Thumby, in Struxdorf, in Eggebek, in Schlafflund und vielen weiteren Orten. 

Die Reportage will einen Eindruck darüber gewinnen, wen man da antrifft, was sie sich erhoffen, worum es da eigentlich geht. Beim Verspielen.

"Zeit zum Zocken - Über eine norddeutsche Leidenschaft" im Überblick

Zeit zum Zocken - Über eine norddeutsche Leidenschaft

von Annette Scheld

Sendezeit So, 16.12.2018 | 06:30 - 07:00 Uhr
Sendung NDR Info "Die Reportage"
Radiosendung

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