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Zwischen Himmel und Hölle: La Rinconada - Die höchste Stadt der Welt
In der Region Puno in den peruanischen Anden liegt die höchste Stadt der Welt. In La Rinconada herrschen ärmliche Verhältnisse, das Wasser ist mit Quecksilber verseucht, eine Kanalisation gibt es nicht. Doch die nahegelegene Goldmine ist ein Wirtschaftsmotor. Viele Bergleute hoffen so auf ihr Glück.
Nirgendwo auf der Welt gibt es eine Siedlung, die höher liegt als La Rinconada in den peruanischen Anden. Auf über 5.000 Meter Höhe leben an die 40.000 Menschen.
Dafür gibt es genau einen Grund: Gold, viel Gold. Für die Bergleute ist es eine Lotterie: Einen geregelten Lohn bekommen sie nicht, dürfen aber einen Teil des Edelmetalls behalten.
Auch außerhalb der Minen verschlägt einem der Ort den Atem. Die Wellblechhütten haben keine Isolierung, überall liegt Müll, das Trinkwasser ist mit Quecksilber verseucht. Viele Männer ertränken die Tristesse in Alkohol, die Prostitution floriert.
Die Bewohner wehren sich dagegen, dass ihre Stadt verteufelt wird. Schließlich haben sie es trotz aller Widernisse geschafft, eine Gemeinde aufzubauen - und das weitgehend in Eigeninitiative.
"La Rinconada - Die höchste Stadt der Welt" im Überblick
La Rinconada - Die höchste Stadt der Welt
von Sebastian Erb
Produktion: 2014
| Sendezeit | Di, 05.08.2014 | 19:15 - 20:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Das Feature" |