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Zwischen Idylle und Industrie – Die Zukunft der Oder
Die Oder ist ein vielseitiger Fluss, der durch Tschechien und Polen fließt. Sie bildet die Grenze zu Deutschland. Die Oder hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Umwelt und ist Teil einer geplanten Wasserstraße, die umstritten ist und noch Diskussionsbedarf hat.
Die Oder, auch als Odra bekannt, ist ein Fluss mit einer besonderen Eigenschaft: Sie durchquert mehrere Länder und bildet dabei Grenzen. Zunächst schlängelt sie sich durch Tschechien, bevor sie über eine Strecke von Hunderten von Kilometern zu einem polnischen Fluss wird. Auf 162 Kilometern dient sie dann als Grenze zwischen Polen und Deutschland, um schließlich wieder in den Stettiner Haff zu fließen, erneut als polnischer Fluss.
Die Oder hat viele Funktionen: Sie ist ein wichtiger Transportweg und bietet Anglern ein Paradies. Gleichzeitig versorgt sie Feuchtgebiete mit Wasser und fungiert als Klärbecken für Abwässer. Die Oder verbindet hochindustrialisierte Gebiete mit unberührter Natur und ist sowohl Laichgrund als auch Ort für massenhaftes Fischsterben. Trotz ihrer Bedeutung wird die Oder nur wenig reguliert.
Dennoch ist die Zukunft des Flusses umstritten, da er Teil einer geplanten Wasserstraße werden soll, die Ostsee und Donau miteinander verbindet. Diese Pläne werfen Fragen auf bezüglich der Auswirkungen auf die Umwelt sowie der Wirtschaftlichkeit des Projekts.
Neben all diesen Aspekten hat die Oder auch eine historische Bedeutung: Sie erinnert an Krieg, Vertreibung und Versöhnung. Über die Zukunft des Flusses und ihre Rolle wird heiß diskutiert.
"Zwischen Idylle und Industrie – Die Zukunft der Oder" im Überblick
Zwischen Idylle und Industrie – Die Zukunft der Oder
von Ernst-Ludwig von Aster, Anja Schrum
| Sendezeit | Sa, 16.12.2023 | 11:05 - 12:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Gesichter Europas" |