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Zwischen Tradition und Verkehrswende: Prag auf Schienen
Der öffentliche Nahverkehr in Prag zählt dank seiner dichten Verbindungen und der hohen Frequenz der Züge zu den führenden in Europa. Besonders prägend für das Verkehrsnetz sind die Straßenbahnen, die nicht nur ein wichtiges Fortbewegungsmittel für Einheimische darstellen, sondern auch als attraktive Sehenswürdigkeit für Touristen bekannt sind. Diese Bahnen schlängeln sich durch die gepflasterten Straßen bis zu den entlegensten Ecken der Stadt, weshalb kontinuierlich neue Streckenabschnitte hinzukommen. Selbst Franz Kafka setzte der Straßenbahn in seiner Erzählung "Der Fahrgast" ein literarisches Denkmal. Zudem stammt ein weit verbreitetes Modell von Straßenbahnen, die sogenannte Tatra-Serie, aus tschechischer Produktion und findet sich in vielen Teilen Mittel- und Osteuropas wieder.
Gleichzeitig ist Tschechien jedoch stark vom Auto beeinflusst. Kürzlich haben die "Motoriste sobe", was übersetzt "Autofahrer unter sich" bedeutet, als kleiner Partner in der Koalitionsregierung unter der Führung von Ministerpräsident Andrej Babis Platz genommen. Die Vorstellung einer umfassenden Verkehrswende stößt daher nicht überall im Land auf Wohlwollen.
"Zwischen Tradition und Verkehrswende: Prag auf Schienen" im Überblick
Zwischen Tradition und Verkehrswende: Prag auf Schienen
von Kilian Kirchgeßner
Produktion: 2026
| Sendezeit | Sa, 15.08.2026 | 11:05 - 12:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Gesichter Europas" |