Niemand weiß wirklich, wie lange er noch lebt.
Niemand weiß wirklich, wie lange er noch lebt. © Marlies Schwarzin / PIXELIO

Hörspiel

Das Genauigkeitsprinzip oder Wer weiß wann | Teil 1 von 2

Teil 1/2 | Das Wissen über den Tag seines Todes verändert die Perspektiven und bestimmt so gut wie alles. In dem Hörspiel "Das Genauigkeitsprinzip oder Wer weiß wann", das in New York im Jahre 2099 spielt, paraphrasiert Autorin Kahan ein reizvolles physikalisches Prinzip: Die Heisenbergsche Unschärferelation.

Im Jahr 2099 wissen Menschen dank fortgeschrittener Gentechnik das Datum ihres Todes. So auch in New York.

Ein Umstand, durch den frührere klassistische Unterscheidungen keine Bedeutung mehr haben. Materielle Statussymbole sind nicht mehr wichtig, sondern die Lebenslänge.

Und so unterscheidet sich die Gesellschaft in drei Klassen: Short-Lifer, mid-Lifer und long-Lifer. Entsprechend nach ihrer Lebenslänge haben sie Ansehen in der Gesellschaft. Diejenigen, die wenig Zeit auf dem Planeten haben, bekommen deshalb weniger Zeit in der Bildung und für tiefgreifende Erfahrungen zugestanden.

Short-Lifer sind Menschen, die kein Gedächtnis besitzen und letzlich von der kurzen Lebenszeit zu sehr überwältigt sind, als irgendetwas in Angriff zu nehmen.

Und doch sorgt ein Zwischenfall für besondere Begegnungen mit Nikki, Chloe, Frederik und Adam. Mit einem Schlag verändert sich alles und die existentielle Verlässlichkeit des Sterbedatums kommt ins Wanken.

Das physikalische Prinzip der Heisenbergschen Unschärferelation wird in diesem Höspiel von der Autorin Marcy Kahan geradezu paraphrasiert.

"Das Genauigkeitsprinzip oder Wer weiß wann" im Überblick

Das Genauigkeitsprinzip oder Wer weiß wann

von Marcy Kahan

Mit Otto Sander, Angelica Domröse, Ralf Schermuly, Svea Timander, Michael Evers u. a.

Produktion: 2000

Sendezeit Mo, 03.08.2020 | 19:04 - 20:00 Uhr
Sendung WDR 3 "Hörspiel"
Radiosendung

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