
Kultur & Gesellschaft
Der Souverän hat das Wort - Die Deutschen und die Qual der Wahl
Am Tag der deutschen Parlamentswahlen herrscht Ruhe im Wahlkampfgeschehen, denn an diesem Tag treten die Bürgerinnen und Bürger – die wahren Hauptakteure – in den Vordergrund. Ein Rückblick auf die Wahlereignisse der Bundesrepublik seit dem Jahr 1949 offenbart die vielfältigen Bedeutungen des Aktes der Stimmabgabe.
Bei den Wahlprozessen wird deutlich, auf welche Weise und mit welchen Methoden sich die Deutschen als oberste Instanz darstellen und zu welchen bedeutenden politischen Themen sie in den vergangenen Jahrzehnten ihre Stimme abgegeben haben. Diese historische Betrachtung der früheren Urnengänge und Wahlgebräuche lässt politische Gepflogenheiten erkennen, die womöglich manche Wählerin und manchen Wähler am entscheidenden Tag noch einmal nachdenklich stimmen könnten.
Die 1985 geborene Claudia Gatzka leitet seit 2020 das Forschungsvorhaben "Verborgene Stimmen der Demokratie". Sie ist Historikerin an der Universität Freiburg, schreibt regelmäßig für das Magazin Merkur und ist Mitherausgeberin des Archivs für Sozialgeschichte. 2019 veröffentlichte sie das Werk "Die Demokratie der Wähler. Stadtgesellschaft und politische Kommunikation in Italien und der Bundesrepublik 1944-1979", und für Ende des Jahres ist die Publikation "Demokratie und Diktatur" geplant.
Der Souverän hat das Wort - Die Deutschen und die Qual der Wahl im Überblick
| Sendezeit | So, 23.02.2025 | 09:30 - 10:00 Uhr |
| Sendung | Deutschlandfunk "Essay und Diskurs" |