Unterwegs mit dem Wildtierökologen Gunther GreßmannKahle Stellen im Fell, verkrustete Haut, Tiere, die sich unaufhörlich kratzen. Räude ist bei Steinböcken und Gämsen oft schon von Weitem zu erkennen. Verursacht wird die Krankheit durch Milben. Aber Räude gilt als klassische Faktorenkrankheit: Ob ein Tier erkrankt, hängt nicht nur vom Erreger ab, sondern auch von seinem Zustand, von Stress und von den Bedingungen im Lebensraum. Im Alpenraum tritt Räude seit langem auf, oft in Wellen. Untersuchungen zeigen, dass viele Tiere, die Milben in sich tragen, ohne sichtbar zu erkranken. Diese sogenannten stillen Träger könnten entscheidend dafür sein, dass sich die Krankheit in Populationen hält. Im Nationalpark Hohe Tauern beobachtet der Wildtierökologe Gunther Greßmann seit Jahren, wie sich Räude bei Steinwild ausbreitet. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21. 04. 2026.Gestaltung: Kathrin Horvarth
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Folge vom 21.04.2026Räude bei Steinbock und Gämse
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Folge vom 20.04.2026Verschwiegen, verfolgt, vergessenHomosexuelle Frauen im Österreich der NS-ZeitIn Österreich wurden Homosexuelle seit Mitte des 19. Jahrhunderts strafrechtlich verfolgt. Grundlage dafür bildete der § 129 Ib StG, der bis Anfang der 1970er Jahre beinahe unverändert galt - auch im Nationalsozialismus. Anders als im "Altreich" waren in der "Ostmark" sexuelle Handlungen nicht nur zwischen Männern, sondern auch zwischen Frauen verboten. Den betroffenen Frauen drohten ein bis fünf Jahre schwerer Kerker, wobei die Höchststrafe aber so gut wie nie verhängt wurde. Manche der Verhafteten kamen in Konzentrationslager, wo sie allerdings keinen rosa Winkel wie homosexuelle Männer trugen. Stattdessen wurden sie mit dem schwarzen Dreieck als "Asoziale" markiert. Etwa 20 solcher Schicksale hat nun die Wiener Historikerin Natascha Bobrowsky akribisch recherchiert und in einem Buch versammelt. – Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 20. 04. 2026.Gestaltung: Sabrina Adlbrecht
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Folge vom 16.04.2026Was bringt das "Lehramt neu"?Im Open Space zu Gast: Marko Lüftenegger, BildungspsychologeFür angehende Lehrer und Lehrerinnen in Österreich ändert sich am 1. Oktober 2026 das Studium. Das "Lehramt neu" soll auch für die Sekundarstufe nur mehr 5 Jahre dauern. Damit hofft man, dem Lehrerkräftemangel entgegenzuwirken. Und im Lehrplan sind neue Pflichtmodule vorgesehen, darunter " inklusive Pädagogik" und "Mehrsprachigkeit". Marko Lüftenegger leitet den Arbeitsbereich Entwicklungspsychologie und Bildungspsychologie des Schulalters am Zentrum für LehrerInnenbildung sowie den Arbeitsbereich Bildungspsychologie an der Fakultät für Psychologie der Universität Wien. Er hat den neuen Lehrplan maßgeblich mitentwickelt. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 16. 04. 2026.Moderation: Lothar Bodingbauer
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Folge vom 15.04.2026NachtarbeitUnd wie sie sich auf den Körper auswirktDer menschliche Körper funktioniert nach einem 24-Stunden-Rhythmus. Diese innere Uhr wird in der Forschung zirkadianer Rhythmus genannt. Organe, Gene und Proteine richten sich nach ihr. Wenn wir gegen ihren Rhythmus wach sind, gerät sie aus dem Takt - mit Folgen: Nachts zu arbeiten, erhöht das Risiko für Adipositas, Diabetes, Depressionen, Herzkreislauferkrankungen und Krebs. Besonders die Schichtarbeit, bei der sich der Rhythmus ständig umstellen muss, hat Folgen. Und dennoch ist sie Alltag: In Krankenhäusern, in Produktionsbetrieben oder im öffentlichen Verkehr. Verschiedene Schichtmodelle nehmen unterschiedlich stark Rücksicht auf die innere Uhr. Und im Alltag stellt sich für die Betroffenen die Frage: Wie kann ich die gesundheitlichen Auswirkungen von Nachtarbeit möglichst minimieren? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 15. 04. 2026.Gestaltung: Katharina Gruber