Symbolsprachen zur Völkerverständigung1936 veröffentlichte Otto Neurath ein kleines Büchlein mit dem Titel "International Picture Language". Darin abgebildet sind Bilder und Symbole, die den Zustand der damaligen Welt widerspiegeln. Eine universelle Bildsprache - so der Anspruch von Otto Neuraths Bildsprache ISOTYPE - muss unabhängig von Grenzen, Bildung und sozialer Gesellschaftsschichten verstanden und vermittelt werden können. Damit dient sie auch der Völkerverständigung. Sie entfernt Trennendes, indem sie Informationen formalisiert auf das Wesentliche reduziert. Im 20. Jahrhundert wurden Symbolsprachen als Versuch verstanden einer Universalsprache näher zu kommen. Haben die heutigen Designer von Symbolen und Piktogrammen den Traum von der babylonischen Sprachentwirrung fortgesetzt oder aufgegeben? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 22. 06. 2026.Gestaltung: Mariann Unterluggauer
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Folge vom 22.06.2026Von Isotype zum Emoji
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Folge vom 18.06.2026Mord auf der Philosophenstiege: Der Fall SchlickVor 90 Jahren wird der Philosoph Moritz Schlick auf einer Stiege im Hauptgebäude der Wiener Universität erschossen. Der Täter, ein ehemaliger Student Schlicks, gibt als Motiv an, der Professor habe aktiv sein berufliches Fortkommen behindert. Es kursieren aber rasch Gerüchte, ein Deutschnationaler habe das Attentat aus weltanschaulichen Beweggründen begangen. Der gebürtige Berliner Schlick hat den interdisziplinären phillosophischen Zirkel "Wiener Kreis" gegründet. Dessen Ziel ist eine antimetaphysische, rein wissenschaftliche Weltauffassung. Damit vertritt der Zirkel eine Gegenposition zum Deutschen Idealismus und zum autoritären christlich-katholischen Ständestaat. Die Haltung des "Wiener Kreises" wird als "typisch jüdisch" verunglimpft, obwohl Schlick gar kein Jude gewesen ist. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18. 06. 2026 (Wh. v. 2016).Gestaltung: Sabrina Adlbrecht
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Folge vom 17.06.2026Die Rupert-VermutungWie ein Prinz der Mathematik ein Rätsel aufgabEr war Herzensbrecher, Künstler und Erfinder, Heerführer im Englischen Bürgerkrieg und politischer Pionier in Amerika: Die Vita von Prinz Ruprecht von der Pfalz (1619-1682) aus dem Geschlecht der Wittelsbacher ist barocker Stoff in Überfülle und gäbe Material für mindestens zwei Abenteuerromane. Ein Kapitel dieser Erzählung wurde erst jüngst bekannt: Ruprecht (im Englischen "Rupert" genannt) hinterließ der Nachwelt eine mathematische Hypothese, die die Forschung bis heute beschäftigt. Es geht um die Möglichkeit, einen Tunnel in einen Körper zu bohren, durch den man einen Körper exakt gleicher Größe hindurchschieben kann. Beim Würfel funktioniert das, aber bei anderen Körpern? Die beiden Mathematiker Jakob Steininger und Sergey Yurkevich aus Wien haben nun einen Beweis vorgelegt. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17. 06. 2026.Gestaltung: Robert Czepel
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Folge vom 16.06.2026Bedrohte Pracht: Historische Gärten im KlimawandelAkkurat geformte Strauchskulpturen, Baumalleen und Blumenbeete - kaum ein Schloss oder eine Burg kommt ohne historischen Garten aus. Er erfordert stetige Pflege, vor zu großen ästhetischen Veränderungen bewahrt sie der Denkmalschutz, das historische Aussehen soll bewahrt werden. Trockenheit, hohe Temperaturen, Schädlinge und Pflanzenkrankheiten - sie werden als Folge des Klimawandels häufiger und setzen auch den Pflanzen in historischen Gärten zu. So ist heute mehr gärtnerische Pflegearbeit als noch vor einigen Jahren erforderlich, manchmal ist die Fällung von Bäumen die einzige Lösung. Stadtgärtnereien können dann Baumarten pflanzen, die mit den Veränderungen besser klarkommen. Bei denkmalgeschützten Anlagen sind diese Alternativen oft nicht möglich. Was bedroht die künstlich angelegten Landschaften der historischen Gartenanlagen? Und wie kann man sie im gewünschten Erscheinungsbild erhalten und gleichzeitig klimafit machen? (Wh. v. 2025)Gestaltung: Lukas Tremetsberger