Deutschlandradio digital

DRadio Wissen - Das Informationsraumschiff unter den Radios

Versteht sich als Experimentierfeld - nicht nur im Informationssektor: DRadio Wissen
Versteht sich als Experimentierfeld - nicht nur im Informationssektor: DRadio Wissen © Edwin Pijpe/stock.xchng

"Hirn will Arbeit." Das behaupten jedenfalls die Macher von DRadio Wissen, dem dritten Vollprogramm des Deutschlandradios. Seit Anfang 2010 liefert der Sender Wissenswertes aus Politik, Medien, Natur und etlichen weiteren Themengebieten - ausschließlich digital.

"Unbekannte Welten entdecken", so beschreibt Ralf Müller-Schmid, Redaktionsleiter von DRadio Wissen, das Konzept des Senders. "Unser Format besteht darin, dass wir keins haben", ergänzt Leiter Dietmar Timm. Was das bedeutet? DRadio Wissen knüpft an die qualitativen Standards seiner beiden Schwesterprogramme - Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur - an, versteht sich jedoch gleichzeitig als "Radiolabor". Experimentieren, Feedback einholen und daran die Weiterentwicklung des Programms ausrichten - Interaktion statt Kritikresistenz.

Ralf Müller-Schmid leitet die Redaktion von DRadio Wissen auf ihrer Reise ins Ungewisse
Ralf Müller-Schmid leitet die Redaktion von DRadio Wissen auf ihrer Reise ins Ungewisse © Deutschlandradio

2009 erhielt das Deutschlandradio im Rahmen der Verhandlungen zum 12. Rundfunkstaatsvertrag den offiziellen Auftrag, ein drittes Vollprogramm auf die Beine zu stellen, das sich vorwiegend an ein junges, bildungsnahes Publikum richtet und ausschließlich digital sendet. Eine große Chance, aber auch eine große Herausforderung. "Wir haben im digitalen Raum quasi bei null angefangen und gleich mit der in Deutschland größtmöglichen Verbreitung, nämlich bundesweit. Wir mussten einen neuen Verbreitungsweg etablieren und bekannt machen und wir mussten ein neues Programm etablieren und bekannt machen", weiß Müller-Schmid um die Verantwortung.

Das Programm von DRadio Wissen hat sich weitestgehend gefestigt

Nach fast zwei Jahren auf Sendung habe sich das Programm weitestgehend gefestigt, meint Dietmar Timm. Ein Netzwerk aus etwa 111 festen und freien Mitarbeitern gestaltet die Beiträge, die ganz unterschiedliche Bereiche abdecken: Politik, Gesellschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Religion und Webwissen. Auch Forschungsergebnissen aus den Natur- und Geisteswissenschaften wird Sendezeit eingeräumt. Akademisches und Alltagswissen stehen in der Berichterstattung gleichberechtigt nebeneinander - Nachrichten zu Netzkultur, Lifestyle und Sport gehen Hand in Hand mit den neuesten Erkenntnissen aus der Quantenphysik oder Genetik.

Als besonderes Highlight gibt es wochentags von 18:03 bis 19:30 Uhr die "Redaktionskonferenz". In eineinhalb Stunden lassen ausgewählte DRadio-Wissen-Redakteure mit Gästen im Studio und Hörern über Twitter und E-Mail den Tag Revue passieren. Sie begeben sich gemeinsam mit Künstlern, Autoren, Musikern, Kollegen anderer Sendeanstalten, Netzdenkern, Wissenschaftlern und Menschen, die Interessantes zu berichten haben, auf Themenfindung und besprechen einzelne Sendungen. Einen konkreten Plan, ein vorgegebenes Format gibt es dabei nicht - es kommt, wie es kommt. Und die Musik bringt jedes Mal jemand anderes mit.