Der amerikanische Elektroautohersteller Tesla streicht zwei Modelle aus seinem Angebot und legt schwache Geschäftszahlen vor. Sein Chef, der vielseitige Unternehmer Elon Musk, stellt indes vor allem auf eine aus seiner Sicht verheißungsvolle Zukunft ab und ein Produkt, das regelrecht revolutionär sein soll: den humanoiden Roboter, der irgendwann (fast) alles können und sogar das amerikanische Bruttoinlandsprodukt messbar steigern soll. Die Anleger zumindest scheinen nicht allzu sehr zu zweifeln - nach wie vor ist der Konzern an der Börse ein Billionenwert und zumal wertvoller als die traditionellen Automobilhersteller.
Doch wie steht es um das Geschäft das Tesla macht. Wie schlagen sich die verbliebenen Fahrzeuge, wie die Energiesparte, wie die Robotaxi-Idee? Und bleibt Musk weiterhin an der Spitze des Unternehmens? Darüber sprechen wir in dieser Episode.
Darüber hinaus geht es aber auch um zwei andere amerikanische Tech-Konzerne: den iPhone-Hersteller Apple und das soziale Netzwerk Meta. Das iPhone hat sich in den zurückliegenden drei Monaten viel besser verkauft als gedacht, und dies übrigens auch in China. Apple verdiente prächtig. Doch was sagt das aus? Helfen die neuen Verkaufszahlen darüber hinweg, dass der Konzern in der Künstlichen Intelligenz nicht so schnell vorankommt wie erhofft und für seinen Sprachassistenten auf die Google-KI Gemini setzen wird?
Und dann ist da noch der von Mark Zuckerberg geführte Meta-Konzern, der deutlich höhere Investitionen in KI in diesem Jahr in Aussicht gestellt hat. Auch dieses Unternehmen, zu dem die Dienste Facebook, Instagram und Whatsapp gehören, verdient weiter prächtig aufgrund der hohen Werbeerlöse. Zugleich hat Gründer Zuckerberg zuletzt die KI-Abteilung neu strukturiert und besetzt. Was ist da zu erwarten? Über all das diskutieren wir in dieser Episode.
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Folge vom 30.01.2026Wie schlimm steht es um Tesla und warum boomt das iPhone wieder?
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Folge vom 23.01.2026Was sind die Lehren aus Davos?Natürlich war das Weltwirtschaftsforum in diesem Jahr so weltpolitisch wie lange nicht mehr. Der vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump losgetretene Streit um Grönland, seine Rede in Davos und die Rede des kanadischen Premierministers Mark Carney standen im Mittelpunkt: Und mit ihnen die Frage, wie es um das transatlantische Verhältnis eigentlich steht und ob die bestehende Weltordnung zusammen gebrochen ist oder zumindest kurz davor steht. Zugleich ist Davos aber nach wie vor ein Treffen auch der wichtigsten Manager der Welt, es geht eben um Wirtschaftsfragen, um unternehmerischen Erfolg. Und um Künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Wer in dieser Schlüsseltechnologie die Nase vorne hat, wird sich nicht nur kommerziell durchsetzen. Der Nvidia-Vorstandsvorsitzende Jensen Huang war in Davos, der Palantir-Chef Alexander Karp, SAP-Chef Christian Klein. Gezeigt hat sich in diesem Jahr: Die Amerikaner blicken zunehmend bemitleidend auf Europa - eben auch die Unternehmer. Das war vor 10 Jahren noch anders. Wie also steht es technologisch um Deutschland und Europa? Was für eine Beziehung besteht gerade zwischen Europa und Amerika? Reden amerikanischen Manager hinter vorgehaltener Hand anders, als wenn Donald Trump ihnen zuhört. Über all das sprechen wir in dieser Episode.
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Folge vom 16.01.2026Google lässt die anderen Tech-Konzerne hinter sich - woran das liegtDas amerikanische Technologie-Unternehmen Alphabet hat seinen Börsenwert seit April des vergangenen Jahres um 120 Prozent gesteigert, also mehr als verdoppelt. Der Grund dafür liegt in überzeugender Künstlicher Intelligenz - und der Fähigkeit Googles, quasi die ganze Wertschöpfungskette zu beherrschen, von Modellen bis zu speziellen Chips. Gegenwärtig punktet der Konzern konkret mit zwei Dingen. Erstens wird Googles KI-Modell Gemini die nächste Generation des Apple-Sprachassistenten Siri antreiben und Google damit Zugang zu Milliarden Internetnutzern auf allen iPhones, iPads und Macs bringen. Zweitens definiert Google den Onlinehandel mit dem Start des Universal Commerce Protocol neu. „Agentic Commerce“ nennt sich das Verfahren, das Google wieder zur ersten Anlaufstelle für den Onlineeinkauf machen soll und womöglich sogar den Marktführer Amazon gefährden könnte. Google ist an der Börse nun mehr als vier Billionen Dollar wert. Nur der Chipkonzern Nvidia ist noch wertvoller. Dafür wirken die anderen Tech-Unternehmen recht abgeschlagen. Warum sich Meta, Microsoft und Apple schwerer tun und wie es um Open AI gerade steht, auch das diskutieren wir in dieser Episode.
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Folge vom 09.01.2026Wenn die KI den Chatbot verlässtWer noch geglaubt hat, die Auswirkungen der Künstliche Intelligenz (KI) beschränkten sich vor allem auf schlaue Textgeneratoren auf dem Bildschirm, ist auf der CES 2026 endgültig eines Besseren belehrt worden. Im Gespräch beschreibt unser Amerika-Korrespondent Roland Lindner die Atmosphäre in Las Vegas als den Startschuss für die Ära der „Physical AI“. Das war das allgegenwärtige Schlagwort der Messe: KI-Modelle, die nicht mehr nur dichten und malen, sondern die physikalischen Gesetze unserer Welt verstehen, um Roboter, Fahrzeuge und ganze Fabriken zu steuern. Deutlich wurde dies unter anderem beim Auftritt des Chefs des amerikanischen Chipherstellers Nvidia, Jensen Huang. Die Auswirkungen sind sofort spürbar: Mercedes-Benz nutzt diese Plattform für den neuen CLA, der im ersten Quartal 2026 startet. Das System soll sich in den kommenden Jahren schnell weiterentwickeln, folgt keinen starren Regeln mehr, sondern „versteht“ Verkehrssituationen – ein Sprung, den Experten als den „ChatGPT-Moment“ der Automobilbranche bezeichnen. Doch nicht nur auf der Straße, auch in der Industrie vollzieht sich dieser Wandel. Im „Industrial Metaverse“ werden Fabriken künftig vollständig simuliert, bevor auch nur ein Stein gesetzt wird, was Planungsfehler drastisch minimieren soll. Hier ist Siemens vorne mit dabei. Das vielleicht überraschendste Thema der CES war jedoch die massive Präsenz der US-Regierung. Unter dem Titel „Genesis Mission“ treibt sie Initiative voran, die man als aggressivste staatliche Intervention in den Tech-Sektor seit Jahrzehnten bezeichnen muss. Ziel ist die Verdopplung der US-Forschungsleistung binnen zehn Jahren durch den Einsatz von KI. Michael Kratsios, der Wissenschaftsberater des Präsidenten, trat gemeinsam mit AMD-Chefin Lisa Su auf, um diese Verzahnung von nationalem Interesse und Privatwirtschaft zu demonstrieren. Während die Stimmung im B2B- und Regierungsgeschäft euphorisch ist, zieht für den normalen Konsumenten ein Gewitter auf. Ein Thema, das wie eine dunkle Wolke über der Messe hing, ist die Preisentwicklung bei Speicherchips. Samsung und andere Hersteller haben Preiserhöhungen von bis zu 60 Prozent durchgesetzt. Der Grund ist der unersättliche Hunger der KI-Rechenzentren, der die Kapazitäten verknappt. Die Situation ist so angespannt, dass AMD sogar erwägt, ältere Plattformen künstlich am Leben zu erhalten, um preissensible Märkte überhaupt noch bedienen zu können.