Die Gewalt gegen Frauen
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Femizid in Österreich - und was die Behörden tun

Anousche T. verschwindet am 20. November 2021. Die Familie hat eine aufwendige Suche durchgeführt, aber die Polizei hat sie nach elf Tagen tot im Keller gefunden. Sie ist das 30. Mordopfer an Frauen in Österreich dieses Jahres. Und ihr neuer Ehemann ist nicht auffindbar.

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Ohne eine Spur zu hinterlassen, ist Anousche T. einfach am 20. November 202 verschwunden. Weder ihre Kinder noch ihr Handy können sie erreichen, und auch ihr neuer Ehemann ist unauffindbar. Nach einer aufwendigen Suche findet die Polizei ihre Leiche im Keller. Sie ist das 30. Mordopfer in Österreich in diesem Jahr.

Einen Tag vor ihrem Verschwinden haben Anousche T. und ihr Ehemann eine Tischreservierung in einem persischen Restaurant. Sie scheinen einen gemütlichen Abend verbracht zu haben. Sie trinken Tee und Mineralwasser, essen iranische Spieße, nichts lässt ahnen, dass dies das letzte Mal sein wird, dass Anousche T. lebend gesehen wird.

Ihre Familie beginnt verzweifelt nach ihr zu suchen und bittet sogar einen Verein mit Spürhunden um Hilfe. Sie fragen im Restaurant nach, ob es Streit zwischen Anousche T. und ihrem Ehemann gegeben hat. Doch alles bleibt erfolglos.

Die Geschäftsführerin der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie, Rosa Logar, betont: "Die Gewalt kann jede Frau treffen, unabhängig von ihrer Stärke oder Persönlichkeit. Es liegt an den patriarchalen Strukturen unserer Gesellschaft, dem Besitzdenken mancher Männer und ihrer Eifersucht, wenn Frauen sich nicht kontrollieren lassen wollen."

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Femizid in Österreich - und was die Behörden tun

von Elisabeth Stratka

Mit Ester Hollosi, Alexander Jagsch, Karl Menrad, Raphael Sas, Ursula Scheidle, Alexander Tschernek, Irina Wanka

Sendezeit Sa, 25.11.2023 | 09:05 - 10:00 Uhr
Sendung Ö1 "Hörbilder"
Radiosendung