Eigentlich wäre es unserem heutigen Gast lieber gewesen, hätte das Gespräch für die Sendung draußen in der Natur und nicht im Studio stattgefunden. Genauer, im Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal im Grenzgebiet Niederösterreich/Steiermark. Dort ist Maria Rochow als Wildnisrangerin, Wanderführerin und Naturpädagogin tätig ist. Das Schutzgebiet gehört seit 2017 zum UNESCO-Weltnaturerbe, es wurde zum Schutzgebiet für Dunkelheit erklärt, und es beherbergt den größten Urwaldrest des gesamten Alpenbogens. Seit 2020 ist es der Arbeitsplatz von Maria Rochow. Geboren 1989 in Bayern hat sie an der BOKU Forstwirtschaft studiert und kam kurz danach zum Arbeiten ins Wildnisgebiet. Mittlerweile hat sie sich dort auch privat mit einer kleinen Tochter verwurzelt. Sie führt Forschungsprojekte durch und leitet und konzipiert Exkursionen. Judith Brandner hat selbst an mehreren dieser Exkursionen teilgenommen und Maria Rochow nun zum Gespräch getroffen.
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Folge vom 10.04.2026Maria Rochow, Wildnisrangerin und Forstwirtin
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Folge vom 09.04.2026Mario Adorf - In memoriamSchon als Vierjähriger stand er auf der Bühne, in seiner Heimatstadt Mayen in der Eifel, jetzt ist Mario Adorf im Alter von 95 Jahren gestorben. Der Sohn einer deutschen Mutter und eines italienischen Vaters absolvierte in den 1950-er Jahren die Schauspielschule in München und begann seine Karriere an den dortigen Kammerspielen. Schnell führte ihn sein Weg zum Film, wo er Ganoven, Mafiosi, Knechte und selbst Mussolini darstellte. Dass er als Winnetous bösartiger Gegenspieler Santer die Häuptlingsschwester Nscho-tschi erschoss, verziehen ihm viele Zuschauerinnen und Zuschauer nie. Im wahren Leben war der international renommierte Schauspieler und Sänger, Autor und Entertainer Mario Adorf ein freundlicher Mensch. Und ein vielfach ausgezeichneter, u.a. erhielt er den Grimme-Preis, das Große Bundesverdienstkreuz oder den Deutschen Filmpreis für sein Lebenswerk. Gestern ist Mario Adorf in Paris gestorben. Ö1 wiederholt ein Gespräch, das Renata Schmidtkunz im Oktober 2015 mit ihm führte.
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Folge vom 03.04.2026Engin Çatik, Schulleiter BerlinVor eineinhalb Jahren kam die Friedrich-Bergius-Schule in Berlin als „schlimmste Schule Deutschlands“ in die Schlagzeilen. Gewalt, verbale Übergriffe, asoziales Verhalten der Schülerinnen und Schüler wurden beklagt. Ein Drittel des Lehrkörpers war regelmäßig krankgeschrieben, der benachbarte Supermarkt engagierte einen Wachdienst. Anfang 2025 bekam die Schule einen neuen Direktor: Engin Çatik. Der 40-Jährige führt seither mit Konsequenz, Vertrauen und „zugewandter Autorität“, wie er es nennt – und sein Erfolg als „Schul-Retter“ sorgt in ganz Deutschland für Aufmerksamkeit. Das Milieu und die Probleme seiner Schülerinnen und Schüler kennt der türkischstämmige Schulleiter aus seiner eigenen Biografie – als Sohn einer alleinerziehenden Mutter und eines Vaters, der viele Jahre im Gefängnis saß. Mit Beginn der Sommerferien wird er die Bergius-Schule verlassen, um in die Berliner Schulverwaltung zu wechseln. „Die Krise ist vorüber“, sagt er dazu im Gespräch mit Armin Wolf.
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Folge vom 27.03.2026Carmen Possnig, ESA-Ersatzastronautin und MedizinerinCarmen Possnig ist junge Ärztin im Allgemeinen Krankenhaus in Wien, als sie sich bei der ESA – der European Space Agency – um einen ziemlich unkonventionellen Job: Gesucht wird eine Forschungsärztin, die bereit ist, in den Jahren 2017/2018 insgesamt 13 Monate auf der Forschungsstation Concordia in der Antarktis zuzubringen und wissenschaftliche zu arbeiten, davon neun Monate mit 12 anderen Crew-Mitgliedern in völliger Isolation, davon vier Monate ohne Sonne und bei minus 80 Grad. Dieses Abenteuer wird ihr gesamtes Leben und auch ihre ärztliche Karriere grundlegend verändern. Carmen Possnig arbeitet danach als Forschungsärztin bei der ESA – und bewirbt sich abermals um einen speziellen Job bei der Europäischen Weltraumagentur. Nach eineinhalb Jahren eines sehr anspruchsvollen Aufnahmeverfahrens geht ihr Kindheitstraum tatsächlich in Erfüllung, erzählt sie im Gespräch mit Andreas Obrecht: 2022 wird sie offiziell in den ESA-Astronautenpool als Reserveastronautin aufgenommen.