Mazda Memarsadeghi,1967 im Iran geboren, wurde er mit 16 Jahren gemeinsam mit seinem zwei Jahre jüngeren Bruder nach Wien geschickt, um nicht „Kanonenfutter“ zu werden. Die Zeit in Österreich sollte eine kurze sein, doch der Irak-Iran-Krieg zog sich von 1980 bis 1988. „Wir mussten schwimmen lernen im Ozean“, nennt Mazda Memarsadeghi diese Zeit heute. Radiologe wollte er werden, „um das Unsichtbare sichtbar zu machen“. Nun arbeitet er als Standortleiter eines Radiologieinstituts in St. Gallen. Seit 2012 lebt Mazda Memarsadeghi mit seiner Frau und den gemeinsamen beiden Kindern in der Schweiz. Und er lebt mit seiner Familie in Teheran mit; sein Bruder ist zurückgekehrt, die Eltern sind geblieben. Es ist nicht immer leicht, Kontakt zu halten. Mit ORF-Iran-Korrespondentin Rosa Lyon (mit der er seit einem Jahr regen schriftlichen Austausch führt) spricht er darüber, wie die Menschen im Iran leben und was Alltag mit so viel Ungewissheit, Gewalt und Repression bedeutet.
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Folge vom 25.09.2026Mazda Memarsadeghi, iranischer Arzt
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Folge vom 18.09.2026Thaddaeus Ropac, Galerist"London, Paris, Salzburg, Mailand, Seoul" steht ganz oben auf der Website des Galeristen Thaddaeus Ropac. Der 66-jährige Kärntner, der mit Anfang zwanzig eine winzige Galerie in Salzburg aufgesperrt hat, zählt seit vielen Jahren zu den einflussreichsten Galeristen der Welt. Ropac vertritt globale Superstars wie Anselm Kiefer, Axel Katz oder Joan Snyder und die Nachlässe von Joseph Beuys oder Robert Rauschenberg. Aus Österreich hat er Erwin Wurm, VALIE EXPORT oder Martha Jungwirth in seinem Programm – und seit kurzem auch Florentina Holzinger. Aber was tut ein Mega-Galerist eigentlich? „Wir verkaufen nicht einfach Kunst. Wir platzieren Kunst“, hat Ropac einmal gesagt. Armin Wolf hat mit Thaddaeus Ropac darüber gesprochen, was was heißt, "Kunst zu platzieren“, wie er gute von schlechter Kunst unterscheidet, über den globalen Kunstmarkt und seine Exzesse, über die Macht von Galeristen und über sein Bild von Österreich, wo der Wahl-Pariser Ropac seit vielen Jahren nur mehr zeitweise lebt.
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Folge vom 18.09.2026Thaddaeus Ropac - Langversion"London, Paris, Salzburg, Mailand, Seoul" steht ganz oben auf der Website des Galeristen Thaddaeus Ropac. Der 66-jährige Kärntner, der mit Anfang zwanzig eine winzige Galerie in Salzburg aufgesperrt hat, zählt seit vielen Jahren zu den einflussreichsten Galeristen der Welt. Ropac vertritt globale Superstars wie Anselm Kiefer, Axel Katz oder Joan Snyder und die Nachlässe von Joseph Beuys oder Robert Rauschenberg. Aus Österreich hat er Erwin Wurm, VALIE EXPORT oder Martha Jungwirth in seinem Programm – und seit kurzem auch Florentina Holzinger. Aber was tut ein Mega-Galerist eigentlich? „Wir verkaufen nicht einfach Kunst. Wir platzieren Kunst“, hat Ropac einmal gesagt. Armin Wolf hat mit Thaddaeus Ropac darüber gesprochen, was was heißt, "Kunst zu platzieren“, wie er gute von schlechter Kunst unterscheidet, über den globalen Kunstmarkt und seine Exzesse, über die Macht von Galeristen und über sein Bild von Österreich, wo der Wahl-Pariser Ropac seit vielen Jahren nur mehr zeitweise lebt.
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Folge vom 11.09.2026Ruth Beckermann, Filmemacherin und AutorinDie Filmemacherin Ruth Beckermann dreht in unterschiedlichsten Kulturen und sozialen Zusammenhängen. So vielfältig die Themen ihrer Filme sind – immer interessiert sie der Blick hinter die Fassade, die Gedanken und Geschichten der Menschen, die soziale Wirklichkeit gestalten. Seit ihrem Filmdebüt „Arena“, in dem die damals 24-Jährige die Besetzung des Auslandsschlachthofes in Wien dokumentarisch verarbeitet hat, sind 21 Filme entstanden. Ruth Beckermann, die in Wien und Tel Aviv Publizistik und Kunstgeschichte, so wie in New York Fotografie studiert hat, will in ihren Dokumentarfilmen soziale Wirklichkeit nicht objektiv abbilden, sondern sie lässt ihren subjektiven Blick auf das Geschehen die Geschichten hinter den Bildern erzählen. Andreas Obrecht spricht mit ihr über ihren aktuellen Film „Wax & Gold“, in dem sie sich der äthiopischen Geschichte und Gegenwart zwischen Tradition und Modernisierung annähert. Haile Selassie, 1930 bis 1974 letzter Kaiser von Äthiopien, war für sie in ihr