Als Kind hörte der Philosoph Peter Strasser oft: “Der Bub hat ungesunde Gedanken, der Bub beschäftigt sich mit komischen Fragen …“ Der erste Gedanke des Buben, wenn er morgens aufwachte, war tatsächlich, dass er einmal sterben, der zweite, dass das noch lange nicht der Fall sein wird. Dann bekam er Tuberkulose und musste noch vor der Volksschule für fast zwei Jahre in eine Lungenheilanstalt. Heute meint Peter Strasser, dass das Gefühl der Fremdheit in der Welt, das ihn auch philosophisch inspiriert, mit diesen frühen Kindheitserlebnissen zu tun hat. Seit seiner Emeritierung 2015 schreibt Peter Strasser ein Buch nach dem anderen, immer geht es um zentrale metaphysische Konzepte: Seele, Ganzheit, Ewigkeit, Sinn, Existenz, Apokalypse etc. „Die Philosophie hat zweifellos eine gesellschaftliche Verantwortung“ erklärt er im Gespräch mit Andreas Obrecht. Als Philosoph sei es Pflicht, das Böse, egal in welcher Erscheinung auch immer, gezielt zu bekämpfen. (WH von 27.2.2026)
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Folge vom 07.08.2026Peter Strasser, Philosoph
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Folge vom 06.08.2026Kristina Lunz, feministische AußenpolitikSo gut wie jede Frau, die im Internet unterwegs ist, erlebt Momente des Hasses. Vor allem von Männern – sagt Kristina Lunz. Die deutsche feministische Aktivistin wurde schon mehrfach in ihrem Leben Opfer von Online-Gewalt. Etwa als sie 2014 eine erfolgreiche Kampagne gegen die sexualisierte Darstellung von Frauen in der Boulevardzeitung „Bild“ startete. Und zuletzt im vergangenen Jahr nach einer Pressekonferenz zum Thema „Femizide und Abtreibungen“. Der Hass im Netz hat Kristina Lunz, Jahrgang 1989, Studium der Diplomatie, u.a. in Oxford, zu einem einschneidenden Schnitt in ihrer Karriere bewogen: Sie hat sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und das von ihr mitgegründete „Center for feminist foreign policy“ geschlossen. Mari Lang hat mit Kristina Lunz darüber gesprochen, warum das Internet vor allem für Frauen ein gefährlicher Ort ist, und weshalb es gerade heute in der Außenpolitik einen feministischen Blick braucht. (WH von 22.1.2026)
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Folge vom 31.07.2026Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler und Autor"Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)
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Folge vom 31.07.2026Bernhard Pörksen - Langversion"Wir hören, was wir fühlen.", ist Bernhard Pörksen überzeugt. Damit meint er nicht, dass man nur zu hören vermag, was man selbst erlebt hat, aber, dass das Selbstdurchlebte eine Person feinfühliger werden lässt, offener, resonanzfähiger. Bernhard Pörksen, Jahrgang 1969, studierte in Hamburg und ist heute Professor an der Universität Tübingen. Seine Themen sind seit langem schon Kommunikation, Feindbilder, Desinformation, die Dynamik öffentlicher Empörungsreflexe und Medienskandale im Zeitalter der Digitalisierung. In seinem 2018 erschienenen Buch "Die große Gereiztheit" hat er die verbreitete Medienmüdigkeit seziert und beschrieben, weshalb Empörung so oft reizvoller ist als Sachlichkeit oder respektvolle Auseinandersetzung. Gleichzeitig ist sein Interesse am Zuhören gewachsen. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer bezeichnete er das Zuhören als "stille Supermacht der Kommunikation". (WH von 2.1.2026)