Als junge Verhaltensforscherin war Sonia Kleindorfer unter anderem in Tansania unterwegs, wo sie mit der berühmten Schimpansen-Forscherin Jane Goodall gearbeitet hat. Ihr eigenes Spezialgebiet wurde das Verhalten von Vögeln. Die 1966 in Philadelphia in den USA geborene Sonia Kleindorfer kam zum Zoologie-Studium nach Wien. Auf Galapagos erforscht sie die berühmten Darwin-Finken. In Australien hat sie knapp 20 Jahre an der Flinders University gearbeitet. Seit 2018 ist sie zurück in Österreich. Ob auf den streng geschützten Galapagos-Inseln, in der landwirtschaftlich genutzten Gegend rund um Grünau im Almtal oder in den trockenen Buschregionen Südaustraliens: In all ihren Forschungsstationen interessiert sich Sonia Kleindorfer nicht nur für das Verhalten der Tiere, sondern auch die Bedingungen des Zusammenlebens zwischen Tier und Mensch. Im Gespräch mit Birgit Dalheimer erzählt sie auch davon was man vom Verhalten der Tiere auch über den Menschen lernen kann. (WH von 24.4.2026)
Talk
Im Gespräch Folgen
Begegnungen mit interessanten und berührenden Menschen und immer wieder neue Einsichten und Gedanken jenseits des Tagesjournalismus.
Folgen von Im Gespräch
41 Folgen
-
Folge vom 13.08.2026Sonia Kleindorfer, Vogelexpertin und Verhaltensbiologin
-
Folge vom 07.08.2026Peter Strasser, PhilosophAls Kind hörte der Philosoph Peter Strasser oft: “Der Bub hat ungesunde Gedanken, der Bub beschäftigt sich mit komischen Fragen …“ Der erste Gedanke des Buben, wenn er morgens aufwachte, war tatsächlich, dass er einmal sterben, der zweite, dass das noch lange nicht der Fall sein wird. Dann bekam er Tuberkulose und musste noch vor der Volksschule für fast zwei Jahre in eine Lungenheilanstalt. Heute meint Peter Strasser, dass das Gefühl der Fremdheit in der Welt, das ihn auch philosophisch inspiriert, mit diesen frühen Kindheitserlebnissen zu tun hat. Seit seiner Emeritierung 2015 schreibt Peter Strasser ein Buch nach dem anderen, immer geht es um zentrale metaphysische Konzepte: Seele, Ganzheit, Ewigkeit, Sinn, Existenz, Apokalypse etc. „Die Philosophie hat zweifellos eine gesellschaftliche Verantwortung“ erklärt er im Gespräch mit Andreas Obrecht. Als Philosoph sei es Pflicht, das Böse, egal in welcher Erscheinung auch immer, gezielt zu bekämpfen. (WH von 27.2.2026)
-
Folge vom 07.08.2026Monika Helfer - in memoriam50 Jahre lang musste die Vorarlberger Schriftstellerin Monika Helfer schreiben, bis sie ihren ersten internationalen Bestseller landete. Am 2. August ist sie im Alter von 78 Jahren an den Folgen eines Sturzes verstorben. In ihrem Roman "Die Bagage", Buch des Jahres 2020, erzählte die Autorin von einer Keuschlerfamilie im Bregenzerwald zur Zeit des ersten Weltkrieges. Es ist die literarische Aufarbeitung ihrer eigenen Herkunft. Monika Helfer wurde 1947 in Au im Bregenzerwald geboren. Mit 12 Jahren fing sie an zu schreiben. Auch in ihrem 2021 erschienenen Roman "Vati" untersuchte Monika Helfer ein Stück Familiengeschichte und kam zu dem Schluss: "Ja, alles ist gut geworden. Auf eine bösartige Weise ist alles gut geworden." Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erzählte Monika Helfer im Februar 2021 von ihrer Familiengeschichte und den Folgen des späten literarischen Erfolges, auf den sie schon gar nicht mehr zu hoffen gewagt hatte.
-
Folge vom 06.08.2026Kristina Lunz, feministische AußenpolitikSo gut wie jede Frau, die im Internet unterwegs ist, erlebt Momente des Hasses. Vor allem von Männern – sagt Kristina Lunz. Die deutsche feministische Aktivistin wurde schon mehrfach in ihrem Leben Opfer von Online-Gewalt. Etwa als sie 2014 eine erfolgreiche Kampagne gegen die sexualisierte Darstellung von Frauen in der Boulevardzeitung „Bild“ startete. Und zuletzt im vergangenen Jahr nach einer Pressekonferenz zum Thema „Femizide und Abtreibungen“. Der Hass im Netz hat Kristina Lunz, Jahrgang 1989, Studium der Diplomatie, u.a. in Oxford, zu einem einschneidenden Schnitt in ihrer Karriere bewogen: Sie hat sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und das von ihr mitgegründete „Center for feminist foreign policy“ geschlossen. Mari Lang hat mit Kristina Lunz darüber gesprochen, warum das Internet vor allem für Frauen ein gefährlicher Ort ist, und weshalb es gerade heute in der Außenpolitik einen feministischen Blick braucht. (WH von 22.1.2026)