International-Logo

Politik

International

«International» befasst sich wöchentlich mit internationaler Politik und Gesellschaft. Seit 1978 am Radio und von Anbeginn auch online. Reportagen, Analysen und Geschichten zur internationalen Aktualität, meist erzählt von Auslandskorrespondenten und -korrespondentinnen von Radio SRF.  

Jetzt anhören
  • im Online-Player
  • im phonostar-Player
  • Was ist das?
    Radio hören mit phonostar Help layer phonostarplayer Um Radio anzuhören, stehen dir bei phonostar zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder hörst du mit dem Online-Player direkt in deinem Browser, oder du nutzt den phonostar-Player. Der phonostar-Player ist eine kostenlose Software für PC und Mac, mit der du Radio unabhängig von deinem Browser finden, hören und sogar aufnehmen kannst. ›››› phonostar-Player gratis herunterladen X

Folgen von International

50 Folgen
  • Folge vom 28.11.2020
    Oman – das schwierige Erbe des Sultans
    Die Nachbarstaaten am Golf pflegen eine aggressive Aussenpolitik, das kleine Oman dagegen machte sich unter Sultan Qabus einen Namen als Vermittler. Nachfolger Haitham ist nun im Innern gefordert: Er muss sein Volk bei Laune halten, obwohl der Ölpreis schwächelt und die Touristen wegbleiben. Am 18. November war zum 50. Mal Nationalfeiertag in Oman. Fast durchgängig regierte Qabus bin Said Al-Said das dünn besiedelte Sultanat. Er stürzte 1970 seinen Vater vom Thron, befriedete die zerstrittenen Stämme und führte das abgeschottete Land im Südosten der Arabischen Halbinsel in die Moderne. Auch international machte sich Qabus einen Namen: als Vermittler zwischen verfeindeten Staaten. In einer Region, die von Kriegen und Konflikten geprägt ist, blieben die Omanerinnen und Omaner unter seiner Herrschaft von Unruhen weitgehend verschont. Bis zu seinem Tod im letzten Januar genoss der Monarch Ansehen im Nahen Osten und darüber hinaus. Doch seinem Cousin und Nachfolger, Sultan Haitham, hat er ein schwieriges Erbe hinterlassen: Die Einnahmen reichen nicht mehr, um den üppigen Staatshaushalt zu finanzieren. Die Jugend fordert Perspektiven. Der neue Sultan sollte Arbeitsplätze schaffen, das Bildungswesen modernisieren, die Wirtschaft umgestalten, während das Sultanat klamm ist.
    Jetzt anhören
    • im Online-Player
    • im phonostar-Player
    • Was ist das?
      Radio hören mit phonostar Help layer phonostarplayer Um Radio anzuhören, stehen dir bei phonostar zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder hörst du mit dem Online-Player direkt in deinem Browser, oder du nutzt den phonostar-Player. Der phonostar-Player ist eine kostenlose Software für PC und Mac, mit der du Radio unabhängig von deinem Browser finden, hören und sogar aufnehmen kannst. ›››› phonostar-Player gratis herunterladen X
  • Folge vom 21.11.2020
    Jordanien – ein Königreich im Dauer-Lockdown
    Keine Woche vergeht in Jordanien ohne Lockdown, keine Nacht ohne Ausgangssperre – seit mehr als einem halben Jahr. Die Coronakrise ist nicht überwunden und die Wirtschaft steckt in der Krise. Eine Reise durch Jordanien offenbart die wirtschaftliche Not und ein Land, das festgefahren ist. Fast aus dem Nichts hat der mächtige jordanische König Abdullah II. am 17. März Militärrecht in Kraft gesetzt. Seither befindet sich das Land im Dauer-Lockdown. Die wirtschaftlichen Folgen sind gravierend: Sie übertreffen selbst die Auswirkungen, die Kriege in den Nachbarländern Irak und Syrien auf Jordaniens Wirtschaft hatten. Noch nie in der Geschichte des Landes war die Arbeitslosigkeit so hoch. Es hat ein regelrechtes Massensterben von kleinen Betrieben eingesetzt. Der Tourismus ist völlig eingebrochen. Die wirtschaftliche Hilfe der Regierung ist spärlich. Der Automechaniker in Salt bei Amman bangt deshalb genauso um seine Existenz wie der Beduine, der Besucher durch die antike Stadt Petra führt. Zu Beginn der Coronakrise waren die Menschen stolz auf die zwar drastischen, aber scheinbar wirksamen Massnahmen ihrer Regierung: COVID-19 schien in Jordanien keine Chance zu haben. Inzwischen zweifelt die Bevölkerung an den Massnahmen ihrer Regierung. Sie verhängt Ausgangssperren kurzfristig und scheinbar willkürlich, ohne sichtbaren Erfolg: Offiziell zählt Jordanien mit seinen zehn Millionen Einwohnern Tag für Tag Tausende von neuen Ansteckungen. Und mehr als 70 Prozent der Jordanierinnen und Jordanier blieben am 10. November der Parlamentswahl fern – aus Angst vor dem Virus oder weil sie das Parlament für machtlos halten. Hinter vorgehaltener Hand kritisieren sie, dass sie fast nur Kandidaten einflussreicher Stämme wählen konnten. Doch kaum jemand wagt direkte Kritik, offenes Hinterfragen der politischen Verhältnisse bleibt selten in Jordanien. Ein Wandel zeichnet sich nicht ab – und das Land befindest sich auch in einem politischen Lockdown. Derweil fürchten Weltbank und IWF um das Königreich: Der lange Lockdown wirke sich verheerend auf die ohnehin schwache jordanische Wirtschaft aus. Die Coronakrise könne die Stabilität des Landes gefährden
    Jetzt anhören
    • im Online-Player
    • im phonostar-Player
    • Was ist das?
      Radio hören mit phonostar Help layer phonostarplayer Um Radio anzuhören, stehen dir bei phonostar zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder hörst du mit dem Online-Player direkt in deinem Browser, oder du nutzt den phonostar-Player. Der phonostar-Player ist eine kostenlose Software für PC und Mac, mit der du Radio unabhängig von deinem Browser finden, hören und sogar aufnehmen kannst. ›››› phonostar-Player gratis herunterladen X
  • Folge vom 14.11.2020
    Belgien und Kongo: Lange Schatten der Geschichte
    60 Jahre nach der Unabhängigkeit von Belgien versinkt Kongo-Kinshasa in Armut und Gewalt. Welche Verantwortung trägt Belgien dafür? Und wie geht das Land mit seiner Vergangenheit als Kolonialmacht um? «Black Lives Matter!» – Dieser Protestruf schallte diesen Sommer nicht nur in den USA durch die Strassen. Die Tötung des Afroamerikaners George Floyd löste auf der ganzen Welt Demonstrationen aus gegen Rassismus und Diskriminierung. Auch in Belgien: Zum ersten Mal in der Geschichte gebe es einen breiten, kritischen Diskurs über die eigene koloniale Vergangenheit, sagen Alexander Göbel und Michael Schneider, Autoren der Sendung und Korrespondenten der ARD in Brüssel. Die Aktivistinnen und Aktivisten fordern unter anderem, dass die Statue von König Leopold II, die vor dem belgischen Königspalast steht, aus dem öffentlichen Raum verschwinden müsse, weil dieser im Kongo für unbeschreibliche Gräueltaten verantwortlich gewesen sei. «Er hat über zehn Millionen Afrikanerinnen und Afrikaner umgebracht», sagt der 14-jährige Aktivist Noah. «Dafür darf er nicht auf einen Sockel gestellt und verehrt werden.» Deshalb hat Noah eine Petition lanciert, um die Statue zu entfernen. Mehr als 80'000 Personen haben sie unterschrieben. Und: Das belgische Parlament hat eine Wahrheits- und Versöhnungskommission einberufen. Doch es gibt auch Widerstand. Vonseiten von Historikern etwa, die finden, Denkmäler abzureissen sei der falsche Weg, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Und vor allem das belgische Königshaus hat kein Interesse an einer grundsätzlichen Debatte; nicht zuletzt wegen der Besitztümer im Kongo, die ihm noch immer gehören.
    Jetzt anhören
    • im Online-Player
    • im phonostar-Player
    • Was ist das?
      Radio hören mit phonostar Help layer phonostarplayer Um Radio anzuhören, stehen dir bei phonostar zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder hörst du mit dem Online-Player direkt in deinem Browser, oder du nutzt den phonostar-Player. Der phonostar-Player ist eine kostenlose Software für PC und Mac, mit der du Radio unabhängig von deinem Browser finden, hören und sogar aufnehmen kannst. ›››› phonostar-Player gratis herunterladen X
  • Folge vom 07.11.2020
    Der Mekong, die bedrohte Lebensader Südostasiens
    Vom tibetischen Hochplateau bis nach Vietnam fliesst der gewaltige Mekong. Er ist ein einzigartiges Ökosystem und die Lebensader von 60 Millionen Menschen. Doch Staudämme und der Klimawandel haben den Flusslauf und das Leben an und im Mekong verändert. Die Lebensader ist bedroht. Der kambodschanische Fischer Rous Sary ist enttäuscht. Er hebt die Fischreuse empor und sagt: «Das sind nur wenige Fische! Früher haben wir viel mehr gefangen.» 70 Kilogramm Fisch pro Tag brachte er früher nach Hause. Heute lohnt sich der Fischfang kaum mehr. Mehr und mehr Menschen leiden deshalb an Fehlernährung – denn Fisch ist die Nahrungsgrundlage eines Grossteils der kambodschanischen Bevölkerung. Kambodscha und Vietnam liegen am Unterlauf des 4350 Kilometer langen Mekong. Beide Länder spüren die Auswirkungen der zahlreichen Dämme und Flusskraftwerke, die China und Laos am Oberlauf des gewaltigen Stroms gebaut haben. Die Dämme haben den Wasserstand und den Fluss selbst bereits verändert. Mehr Dämme heisst: Es gibt weniger Fische, und der Fluss transportiert weniger Sedimente. Der Klimawandel verschärft das Problem. Das fragile Ökosystem des Mekong ist aus dem Gleichgewicht. Es gibt aber auch Hoffnung. Es waren wirtschaftliche Gründe, die zu einem Wildwuchs an Wasserkraftwerken und Dämmen am Mekong führten. Die teure Wasserkraft ist inzwischen immer weniger gefragt, andere erneuerbare Energien sind billiger. Und einige Länder entlang des Mekong erkennen die Dringlichkeit des Problems.
    Jetzt anhören
    • im Online-Player
    • im phonostar-Player
    • Was ist das?
      Radio hören mit phonostar Help layer phonostarplayer Um Radio anzuhören, stehen dir bei phonostar zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder hörst du mit dem Online-Player direkt in deinem Browser, oder du nutzt den phonostar-Player. Der phonostar-Player ist eine kostenlose Software für PC und Mac, mit der du Radio unabhängig von deinem Browser finden, hören und sogar aufnehmen kannst. ›››› phonostar-Player gratis herunterladen X