Kann per Gericht die Rettung des Klimas und damit der Welt eingefordert werden?
Kann per Gericht die Rettung des Klimas und damit der Welt eingefordert werden? © qimono / pixabay.com

Kultur & Gesellschaft

Klimaklagen: Weltrettung per Gerichtsurteil?

Ein peruanischer Bauer klagte vor acht Jahren gegen RWE, da deren CO?-Emissionen zum Schmelzen der Andengletscher beitragen und eine Flutwelle droht. Er will eine Kostenbeteiligung von RWE an dem Bau eines Schutz-Staudammes. Ein Präzedenzfall.

In Deutschland wurde vor acht Jahren eine Klage von einem peruanischen Bergführer und Bauer gegen den Energiekonzern RWE eingereicht. Er argumentierte, dass die CO?-Emissionen von RWE zum Klimawandel beitragen würden, der wiederum das Schmelzen der Andengletscher verursache. Dies könne zu einer Flutwelle führen, welche seine Heimat komplett zerstören würde. Für einen Schutz-Staudamm fordert er von RWE eine Kostenbeteiligung. Es wurde ein Präzedenzfall geschaffen.

Es stellt sich die Frage, inwiefern Naturkatastrophen auf menschengemachten Klimawandel zurückgeführt werden können und welche Beweise vor Gericht gelten gemacht werden können. Zudem wird diskutiert, wie Firmen für ihren möglichen Anteil am Klimawandel haftbar gemacht werden können. Immer häufiger kommt es zu Klimaklagen, da diese juristisch untersagen sollen, was politisch oft zu langsam umgesetzt wird: klimaschädigendes Verhalten. Allerdings wird klimaschädigendes Verhalten auch teilweise durch das Privatrecht geschützt.

Klimaklagen: Weltrettung per Gerichtsurteil? im Überblick

Sendezeit Mi, 20.12.2023 | 19:05 - 19:30 Uhr
Sendung Ö1 "Dimensionen"
Radiosendung