Julia Friedrichs ist vielfach prämierte Reporterin, Buchautorin und Filmemacherin. In ihrem Buch "Crazy Rich – Die geheime Welt der Superreichen" beschäftigt sie sich nicht zum ersten Mal mit der Schicht in unserer Gesellschaft, die einerseits am wenigsten erforscht ist und andererseits auch selbst gern diskret auftritt: Hochvermögende. Dabei lässt sie Leserinnen und Leser teilhaben an ihren mal mehr mal weniger erfolgreichen Bemühungen, diese Menschen für Gespräche zu gewinnen, um zu erfahren wie sie leben und was sie denken – nicht zuletzt über die zuletzt wieder lauter werdende Forderung, große Vermögen und Erbschaften zu besteuern.Das Gespräch mit Julia Friedrichs führt Annette Militz.Verfügbar bis 14. Dezember 2026
Kultur & GesellschaftTalk
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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
Folgen von MDR KULTUR Diskurs
41 Folgen
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Folge vom 31.01.2026Crazy Rich: Erkundungen in der Welt der Superreichen
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Folge vom 24.01.2026Róža Domašcyna: "Ich bin neugierig"Seit ihrer Kindheit bewegt sich Róža Domašcyna in zwei Sprachen: dem Sorbischen und dem Deutschen. Sie wurde 1951 in Zerna, zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda, in einer sorbischen Familie geboren. Aber man sollte sie deswegen nicht als 'sorbische Dichterin' bezeichnen. Denn seit Kindertagen übt sie das Miteinander der Kulturen – und dabei Dinge in den Blick zu nehmen, die nicht nur neben- sondern miteinander existieren. Auch in ihrer Widersprüchlichkeit. Reiche Erfahrungen also, die sich auch in Róža Domašcynas sehr besonderen, sehr eigenen lyrischen Sprache niederschlagen. Jetzt erscheint in der 'Sorbischen Bibliothek' des in Bautzen ansässigen Domowina Verlages ein Gedichtband von ihr, der 111 Gedichte präsentiert. Im Gespräch mit MDR KULTUR Redakteurin Katrin Wenzel erzählt Róža Domašcyna, welcher Name in ihrem Ausweis steht, wie in ihrer Kindheit gesprochen wurde. Und welche Inspiration ihr aus der Zusammenarbeit mit bildenden Künstlerinnen wie Gerda Lepke oder Angela Hampel zuwächst.Verfügbar bis 23. Januar 2027
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Folge vom 03.01.2026Konrad Adenauer – "Ein glasklarer Anti-Nazi"Wie hielt es Konrad Adenauer mit den Nazis? In der Hinsicht ist viel Kritisches über den ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland geschrieben worden. Grund dafür ist, dass unter seiner Kanzlerschaft (1949 bis 1963) unzählige Altnazis führende Positionen in Wirtschaft, Verwaltung und Politik innehatten. Auch Adenauers langjähriger, engster Mitarbeiter, Hans Globke, war schwer belastet. Er selbst aber war "ein glasklarer Anti-Nazi", sagt der Historiker Norbert Frei, der im Vorfeld des 150. Geburtstages von Konrad Adenauer eine sehr ausgewogene Biografie vorgelegt hat.In welchem Maße war der ehemalige Kölner Bürgermeister und Zentrumspolitiker von den Nazis verfolgt worden? Wie sehr misstraute Adenauer, nach allem was zwischen 1933 und 1945 passiert war, den Deutschen und ihrer politischen Urteilsfähigkeit? Und warum war die Aussöhnungspolitik gegenüber Israel auch ein sehr persönliches Anliegen des Kanzlers? Darum geht es im Gespräch zwischen Norbert Frei und MDR KULTUR-Geschichtsredakteur Stefan Nölke.Verfügbar bis 3. Januar 2027.
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Folge vom 27.12.2025Alina Bronsky: "Essen" – Eine persönliche ErzählungDie Schriftstellerin Alina Bronsky im Gespräch mit Annette MilitzJeder könne über Essen schreiben, meint Alina Bronsky, es sei schließlich so einzigartig wie ein Fingerabdruck. Und tatsächlich, wer da meint, es sei schon alles zu Papier gebracht über die vermutlich Elementarste unserer Beschäftigungen, den belehrt Alina Bronsky eines Besseren: "Essen" ist die ganz und gar persönliche Erzählung einer Frau, die in der ehemaligen UdSSR aufgewachsen ist, bevor sie mit 13 Jahren nach Deutschland kam. Und so geht es immer wieder auch um die Gerichte ihrer Kindheit und das Heimisch-werden in fremder Ess-Welt, wenn sie über Porridge, Borschtsch, Frikadellen oder Früchtebrot schreibt. Aber auch um das, was Nahrung eben auch ist: Mittel von Fürsorge, Emanzipation von emotionaler Erpressung – und Ausdruck von Liebe.Alina Bronsky, 1978 geboren, in Berlin lebend, vierfache Mutter sowie Autorin prämierter Romane wie "Baba Dunjas letzte Liebe", "Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche" oder "Pi mal Daumen". Ihr Debüt "Scherbenpark" wurde 2013 fürs Kino verfilmt.