Die Dramatikerin, Schauspielerin und Schriftstellerin Karen Köhler hat gerade den Deutschen Jugendliteraturpreis bekommen für ihr Buch "Himmelwärts", ihr Roman "Miroloi" war für den Deutschen Buchpreis nominiert. In Ihrem neuen Buch beschäftigt sie sich mit einer ganz besonderen Tätigkeit: dem Spielen. Spielen ist eine Superkraft, so sagt sie, und Kreativität ist ansteckend. Und so hat sie kein Sachbuch, sondern ein Machbuch geschrieben mit Aufgaben, Anregungen und viel Wissen über das, was in unserem Geist und Körper während des Spielens passiert. Das Leben als Spiel, das wir schlussendlich verlieren werden – wer das lernt zu akzeptieren, hat das höchste Level geschafft … Was für ein Gewinn es ist, das Leben als Spiel zu betrachten, erzählt Karen Köhler im Gespräch mit Katrin Schumacher.Verfügbar bis 20. Dezember 2026
Kultur & GesellschaftTalk
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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
Folgen von MDR KULTUR Diskurs
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Folge vom 20.12.2025Spielen ist eine Lebenseinstellung – Ein "Machbuch" von Karen Köhler
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Folge vom 13.12.2025Zeitkapsel Pompeji: Über den Alltag einer versunkenen StadtEr hat den Traumjob eines jeden Archäologen: Gabriel Zuchtriegel. Seit 2021 ist der gebürtige Baden-Württemberger Generaldirektor des Archäologischen Parks von Pompeji. Außerdem schreibt er recht erfolgreiche Bücher wie zuletzt den Titel "Pompejis letzter Sommer", erschienen bei Propyläen. Binnen Stunden wurde Pompeji – in der Nähe von Neapel gelegen – beim verheerenden Vulkanausbruch des Vesuvs im Jahre 79 völlig verschüttet. Und so ist diese römische Stadt wie in einer Zeitkapsel erhalten geblieben. Wie beschwerlich oder verschwenderisch lebten die Menschen? Arm und Reich, Herren und Sklaven, Handwerker, Prostituierte und hohe Magistrate wohnten ja dicht gedrängt beieinander. Wie freizügig war man sexuell und welche religiösen Vorstellungen kursierten im ersten Jahrhundert nach Christi? Darum geht es im Buch von Gabriel Zuchtriegel, und darüber erzählt er im Gespräch mit MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke.Verfügbar bis 13. Dezember 2026
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Folge vom 29.11.2025Neue Biografie: Rilke oder Das offene LebenFast 100 Jahre war eines der bedeutenden Autorenarchive des 20. Jahrhunderts in Privatbesitz: das Rainer-Maria Rilke-Archiv Gernsbach. 2022 konnte es für das Deutsche Literaturarchiv Marbach erworben werden. Mehr als 10.000 handschriftliche Seiten mit Werkentwürfen und Notizen, etwa 8.800 Briefe und über 470 Bücher und Zeitschriften aus Rilkes Bibliothek gehören ebenso zu diesem Bestand wie auch 131 bisher unbekannte Zeichnungen von Rilke, etwa 360 Fotografien aus allen Lebensphasen und weitere biografische Materialien.Die Dokumente stammen aus allen Epochen von Rilkes Lebens. Vor dem Hintergrund dieser Quellen hat die Literaturwissenschaftlerin und Direktorin des Marbacher Archivs, Sandra Richter, ihre Rilke-Biografie "Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben" (Suhrkamp) geschrieben. 2025 stand das Buch auf der Liste der Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse. Richter präsentiert uns heutigen Lesern einen ganz und gar nicht weltfremd erscheinenden Dichter, der vor 150 Jahren, am 4. Dezember 1875, in Prag geboren wurde. Sondern einen, der beispielsweise bestens im Literaturbetrieb seiner Zeit vernetzt war. Und dessen "Cornet" 1912 die legendäre Insel-Bücherei des Leipziger Insel Verlages von Anton Kippenberg eröffnete.Die Literaturwissenschaftlerin Sandra Richter im Gespräch mit Katrin WenzelVerfügbar bis 29. November 2026
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Folge vom 22.11.2025Rafael Seligmann: Lasst uns streiten – Ein deutsch-jüdisches PlädoyerMan muss ins Gespräch kommen, auch mit denen, die offenbar Unsinn über Israel verbreiten. Das erklärt der deutsch-jüdische Autor und Publizist Rafael Seligmann über den Versuch, das Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen mit den Verbrechen der Nazis an den Juden während des Zweiten Weltkrieges zu vergleichen. Über die Frage der Legitimität solcher Vergleiche und – damit verbunden – über den Stand der Meinungsfreiheit in Deutschland war es am 9. November 2025 zu einem Eklat gekommen, als der amerikanisch-jüdische Philosoph Jason Stanley eine Rede in einer Frankfurter Westend-Synagoge hielt und diese nach Protesten aus der Zuhörerschaft vorzeitig abbrach oder abbrechen musste. Auch wenn er unhistorische Vergleiche scharf verurteile, "die Leute sollen dennoch sagen, was sie denken und darüber kann man diskutieren", so das Plädoyer des deutsch-jüdischen Schriftstellers Rafael Seligmann. "Keine Schonzeit für Juden. Die Antwort eines Betroffenen", lautet der Titel seines jüngsten Buches, erschienen im Herder Verlag. Darin äußert er sich sehr besorgt über die Zunahme des Antisemitismus in Deutschland und anderswo in Europa. MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke hat mit Rafael Seligmann gesprochen.Verfügbar bis 21. November 2026