Am 7. November 1775, vor 250 Jahren, kam der 26-jährige Goethe in Weimar an. Da wusste er noch nicht, dass er in dem thüringischen Residenzstädtchen bis zu seinem Lebensende bleiben sollte. Herzog Carl August, mit dem er sich in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main angefreundet hatte – soweit es der Standesunterschied zuließ – hatte ihn eingeladen, um das kleine, aber nicht unbedeutende Territorium voranzubringen. Durch sein Prestige als Bestseller-Autor des "Werther", aber auch durch seine Tätigkeit in Politik und Verwaltung, der er zeitlebens, mal mehr oder weniger intensiv nachging.Wie stand Goethe zur den großen politischen Umwälzungen seiner Zeit, zu Revolution und Reformen? War Goethe eher progressiv oder konservativ? Und wie stand er zu Napoleon und den wild auftrumpfenden national-demokratischen Studenten, die sich vor seiner "Haustür" an der Universität Jena aufrührerische Reden schwangen. Darüber hat MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke mit dem Literaturkritiker Thomas Steinfeld gesprochen, der im Rowohlt Verlag eine lesenswerte Biografie vorgelegt hat: "Goethe – Porträt eines Lebens, Bild einer Zeit".Verfügbar bis 1. November 2026
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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
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Folge vom 01.11.2025Goethe in seiner Zeit
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Folge vom 25.10.2025Der Geschmack und seine GeschichteJeder glaubt, einen guten Geschmack zu haben, doch was ihn ausmacht, ist schwer zu sagen. Handelt es sich beim Geschmack also um etwas Ideelles oder gehört er zur Welt der Dinge? Spielt die Masse, bei der Frage was "in" und "out" ist, eine eigene Rolle, oder folgt sie nur genialen Trendsettern? Darum geht es im Gespräch von MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke mit dem Kulturhistoriker Ulrich Raulff, der darüber ein aufschlussreiches Buch geschrieben hat: "Wie es Euch gefällt. Eine Geschichte des Geschmacks“" lautet der Titel, erschienen bei C.H. Beck. Denn tatsächlich kommt man dem Geschmack nur auf die Spur, wenn man sich seinen Wandel im Laufe der Zeiten und Epochen vergegenwärtigt. Verfügbar bis 25. Oktober 2026
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Folge vom 18.10.2025Hyperreaktiv: Wie Social Media unsere Kommunikation verändertWillkommen in der Reaktionskultur! Nicht mehr der Inhalt, sondern die Reaktion darauf ist zur vorherrschenden Form der Kommunikation im Netz geworden. Das ist die These von Annekathrin Kohout und Ausgangspunkt für die Analyse in ihrem gerade erschienenen Buch "Hyperreaktiv – wie in sozialen Medien um Deutungsmacht gekämpft wird". Entzauberung des Internets: Was wurde aus dem Gründungsversprechen, ein Ort der Gleichberechtigung zu sein, wenn große Plattformen mit kommerziellen Interessen, unsere Lust am Kommunizieren lenken. Und wie beeinflusst Social Media letztlich, wie wir die Welt und unser Gegenüber wahrnehmen.Die Kulturwissenschaftlerin Annekathrin Kohout im Gespräch mit Claudia Bleibaum.Verfügbar bis 18. Oktober 2026.
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Folge vom 11.10.2025Ferne Eliten? Raj Kollmorgen über Ostdeutsche in FührungspositionenDer Anteil von Ostdeutschen in Führungspositionen ist in den vergangenen Jahren leicht gestiegen. Waren es 2018 noch 10,9 Prozent, so lag ihr Anteil 2024 bei 12,1 Prozent. Das geht aus aktuellen Zahlen des Elitenmonitors hervor, einer von der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland initiierten Langzeituntersuchung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Leipzig, Jena und der Fachhochschule Zittau/Görlitz. Hierfür wurden rund 3.000 Spitzenpositionen in zwölf Sektoren untersucht. Sind das gute Nachrichten? Zumindest zufriedenstellende? Und wie sehen sie eigentlich aus – die "Netzwerke der Macht"? Welche Rolle spielen sie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Und wie kann bzw. sollte man sie beeinflussen? Fragen an den Soziologen Raj Kollmorgen, Prorektor für Forschung an der Hochschule Zittau/Görlitz und Transformationsforscher.Das Gespräch mit Raj Kollmorgen führt Katrin Wenzel. Es ist bis zum 11. Oktober 2026 verfügbar.