Ö1 Intermezzo ++ Gestaltung: Sebastian Fleischer ++ Mit „Alice in Wonderland“ hat die gefeierte koreanische Komponistin Unsuk Chin einen wahren Klassiker der Nonsense-Literatur zur Vorlage für ihre erste Oper genommen. 2007 erlebte ihre „Alice“ an der Bayerischen Staatsoper in München ihre Weltpremiere – geleitet von Chins Freund und Mentor Kent Nagano. Die Produktion wurde später von der Zeitrschrift „Opernwelt“ zur „Uraufführung des Jahres“ gekürt. Jetzt hat „Alice in Wonderland“ am MusikTheater an der Wien Premiere, zu der auch die Komponistin angereist ist. Im Intermezzo erzählt sie, wie die surrealen Bilder von Lewis Carroll sie an ihre eigenen Träume erinnert haben, wie sie den grotesken Humor in ihre Musik übersetzt hat, sie berichtet von ihren – bitteren – Lehrjahren bei György Ligeti in Hamburg und erklärt, warum sie die Interpretinnen und Interpreten ihrer Werke regelmäßig an ihre physischen Grenzen bringen will. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 15.11.2025
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Jeden Sonn- und Feiertag ist in der Pause der Matinee eine Künstler/innenpersönlichkeit zu Gast. Aktuelle Produktionen und Werke werden besprochen, kultur- und tagespolitische Themen diskutiert und Hintergründe beleuchtet. Pointiert, kritisch, informativ.
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Folge vom 16.11.2025Unsuk Chins surreale Klangwelten
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Folge vom 18.05.2025Julian Hetzel: "Three times left is right"Der deutsche Theatermacher Julian Hetzel lebt seit rund 15 Jahren im niederländischen Utrecht. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Stücke von politischer Dimension mit dokumentarischem Ansatz. Julian Hetzel, der an der Bauhaus Universität Weimar visuelle Kommunikation und in Amsterdam Theaterkunst studierte, verwebt dabei unterschiedliche Disziplinen. Theater- und Performancekunst treffen auf musikalische Experimente, bildende Kunst und Visual Arts. 2024 war beim Donaufestival Krems bereits "SPAfrica" von Julian Hetzel und Ntando Cele zu sehen. Das Stück, in dem es um Schuld und Empathie geht, wurde mit dem Dutch Theatre Award ausgezeichnet. Hetzels Arbeit "The Automated Sniper" behandelte das Thema der automatisierten Kriegsführung und erhielt 2017 den VSCD Mime Award. Jakob Fessler hat mit Julian Hetzel über seine Arbeitsweise, über sein neues Stück "Three times left is right" und über den Prozess der sogenannten "Normalisierung" neuer Werte und Normen gesprochen.