Ö1 Intermezzo ++ Der österreichische Sänger, Regisseur und künstlerische Leiter des Festivals „Bayreuth Baroque“ Max Emanuel Cencic zeigt eine seiner gefeierten Inszenierungen im MusikTheater an der Wien: Leonardo Vincis "Alessandro nell'Indie". Über seine rein männlich besetzte, überdrehte Revue mit Tanzeinlagen à la Bollywood spricht Cencic ebenso wie über seinen Werdegang und den (vermeintlichen) Barockopern-Boom der vergangenen Jahre. (Sebastian Fleischer). Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 12.4.2026
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Jeden Sonn- und Feiertag ist in der Pause der Matinee eine Künstler/innenpersönlichkeit zu Gast. Aktuelle Produktionen und Werke werden besprochen, kultur- und tagespolitische Themen diskutiert und Hintergründe beleuchtet. Pointiert, kritisch, informativ.
Folgen von Ö1 Intermezzo
11 Folgen
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Folge vom 12.04.2026Countertenor, Regisseur, Festivalleiter Max Emanuel Cencic
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Folge vom 06.04.2026Dimitré Dinev: "Zeit der Mutigen" und die FolgenEin Erzählband von Balzac öffnete dem 16jährigen Dimitré Dinev im Bulgarien der 1980er Jahre die Augen für Literatur und für die große Freiheit, die sie vermitteln kann. Auf die Flucht in fantastische Welten folgte 1990 die reale Flucht über die grüne Grenze. Und dennoch verfolge ihn das Schiwkow-Regime bis heute, sagt Dinev, der im Roman „Zeit der Mutigen“ (Verlag Kein & Aber) u.a. über Konzentrationslager und niedergeschlagene Aufstände erzählt. 13 Jahre lang hat er ihn – zunächst handschriftlich – verfasst, sich in dutzende Figuren über ein ganzes Jahrhundert hineinversetzt, während er zugleich als Familienvater zwei Töchter beim Heranwachsen begleitete. Wie er die beiden Welten verband und trennte und welche Konsequenzen er durch die Übersetzung des Romans ins Bulgarische zu befürchten hat, erzählt der Schriftsteller im Gespräch mit Judith Hoffmann.Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 6. April 2026.
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Folge vom 22.02.2026Kluges KI: Kunst als Konjunktiv der BilderEr gilt als hellsichtiger und engagierter Diagnostiker der Gegenwart und hat mit seinen Filmen das deutsche Autorenkino der 1960er, 70er und 80er Jahre geprägt. Alexander Kluge ist Autor, Regisseur und Fernsehmacher. Vielen gilt er als letzter Universalgelehrter Deutschlands. Nun zeigt Alexander Kluge eine Ausstellung im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste, die eine Brücke vom Theater zum Film schlägt. 1962 formulieren junge Filmschaffende das so genannte „Oberhausener Manifest“: eine Kampfansage an den Nachkriegskitsch und die Geburtsstunde des Neuen Deutschen Autorenfilms, der mit Namen wie Volker Schlöndorff, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und Alexander Kluge verknüpft ist. Doch die larmoyante Nabelschau so mancher Veteranen der 68er-Bewegung liegt Alexander Kluge nicht. Statt in die Vergangenheit blickt er in die digitale Zukunft. Denn Kluges jüngste Filmprojekte entstehen mit Hilfe der KI.
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Folge vom 11.01.2026Miriam Unterthiner: Ich stecke in jedem TextIntermezzo, 11.1.2026 Die Autorin Miriam Unterthiner über ihr neues Stück „mundtot“, das am Wiener Schauspielhaus uraufgeführt wird.Machtmissbrauch und sexuelle Gewalt im weiblichen Leistungssport thematisiert die Autorin Miriam Unterthiner in ihrem jüngsten Stück „mundtot“, das mit dem Hans-Gratzer Preis ausgezeichnet wurde und jetzt zur Uraufführung kommt. Die 1994 in Südtirol geborene Autorin wurde im vergangenen Jahr für ihr Stück „Blutbrot“ mit dem Kleist Förderpreis für neue Dramatik und dem österreichischen Buchpreis (Debütpreis) ausgezeichnet. Über die brisante Thematik des neuen Stückes, in das ihre eigene Erfahrungen als Handballerin miteingeflossen sind, über alte Familiengeschichten, die sie zum Schreiben angeregt haben, über das Loslassen von Texten auf die Büauf die Bühne und über ihre späte Berührung mit der Theaterkunst erzählt Miriam Unterthiner im Intermezzo. Gestaltung: Katharina Menhofer Eine Eigenproduktion des ORF, ausgestrahlt am 9.1. 2026