Der Berliner LINKEN-Politiker Klaus Lederer spricht über das Verschwinden queerer Orte in Berlin, die Ursachen steigender Mieten und sein Konzept eines Sicherungsfonds, der bedrohte Treffpunkte, Bars und Clubs unterstützen soll. – Foto von Ben Gross.
Zusammenfassung:
Klaus Lederer nennt im Interview mehrere Argumente und Begründungen für seine Initiative zum Schutz queerer Orte in Berlin:
Verschwinden queerer Orte: In den letzten Jahren schließen immer mehr Bars, Clubs und Treffpunkte, während kaum neue entstehen.
Sozioökonomische Ursachen: Explodierende Gewerbemieten, steigende Lebenshaltungskosten, höhere Löhne und verändertes Ausgehverhalten machen den Betrieb solcher Orte zunehmend unwirtschaftlich.
Fehlende Unterstützung: Der Senat habe bei bedrohten Projekten wie dem „Schwuz“ tatenlos zugesehen; mit rechtzeitiger Hilfe zur Umstrukturierung hätte eine Insolvenz vermieden werden können.
Vorschlag eines Sicherungsfonds: Ein Fonds soll queere Orte in finanziellen Notsituationen übergangsweise stützen, damit sie sich an neue Bedingungen anpassen können.
Förderprogramme für Clubs und Kulturorte: Auch kommerzielle Clubs mit kuratierten Programmen könnten über Kulturförderung entlastet werden.
Rolle der Stadt: Landes und Bezirksverwaltungen sollen bei drohendem Raumverlust vermitteln, mit Vermieter:innen sprechen und, wo möglich, eigene Räume bereitstellen.
Gesellschaftliche Bedeutung: Queere Orte sind Safe Spaces, Begegnungs und Kulturorte, die Teil der städtischen Vielfalt sind und daher öffentliche Unterstützung verdienen.
Kritik an Symbolpolitik: Regenbogenfahnen und PR Gesten reichen nicht; es brauche materielle Hilfen und politische Taten.
Langfristige Perspektive: Queere Communitys müssten ebenfalls überlegen, wie sie selbst zum Erhalt ihrer Orte beitragen können – etwa durch neue Beteiligungs oder Finanzierungsmodelle.
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