In dieser Folge geht es um den Wert echter Begegnung.
Als Jesus nach Jerusalem kommt, tut sich eine Szene voller Spannung auf: Menschen jubeln ihm zu, feiern ihn, rufen „Hosianna“. Doch wie echt sind diese Momente eigentlich? Nur kurze Zeit später kippt die Stimmung. Hinter Jubelrufen und lachenden Gesichtern verbirgt sich Lüge und Verrat.
Dem gegenüber steht die Geschichte der Frau in Bethanien, die Jesus salbt. Eine echte Begegnung. Die Frau möchte Jesus etwas Gutes tun, von Herzen, ohne Hintergedanken.
Auch wir leben in einer Zeit voller „Fake-Momente“ – gerade in Social Media, wo vieles inszeniert, gefiltert und oberflächlich ist. Umso wichtiger ist es, den Wert echter Begegnung neu zu entdecken: dort, wo Menschen sich wirklich sehen, wo Worte ehrlich gemeint sind und wo gute Taten nicht aus Berechnung entstehen.
Diese Predigt lädt dazu ein, genauer hinzuschauen:
Wo erlebe ich echte Begegnung? Wo lasse ich sie zu? Und bin ich bereit, sie anzunehmen?
Denn echte Nähe, echte Worte und echte Gesten haben die Kraft, unser Leben tiefer und reicher zu machen.
Hier die Bibelstelle aus dem Evangelium nach Markus, Kapitel 14:
Und als er in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefäß und goss das Öl auf sein Haupt. Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.
Religiös
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54 Folgen
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Folge vom 30.03.2026Alles fake? Vom Wert echter Begegnung
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Folge vom 01.03.2026Freiheit vorwärtsFreiheit ist kein Ausstieg – Mutig leben mit Gott im Rücken Was bedeutet eigentlich evangelische Freiheit? Oft klingt Freiheit nach: keine Regeln, keine Erwartungen, keine Grenzen. Hauptsache unabhängig. Hauptsache ich muss nichts mehr. Aber die Freiheit, von der das Evangelium spricht, ist keine Fluchtbewegung. Sie ist kein „Endlich raus hier“. Und sie ist auch kein Wegducken. Evangelische Freiheit ist gefüllte Freiheit. Sie entsteht nicht dadurch, dass wir alles hinter uns lassen – sondern dadurch, dass wir wissen, wer hinter uns steht. In dieser Folge geht es um eine Freiheit, – die nicht leer ist, – die nicht nur verneint, – die nicht im Rückzug lebt, sondern um eine Freiheit, die dich ins Leben schickt. Mit Gott im Rücken darfst du dich stellen: deinen Fragen, deinen Beziehungen, deinen Aufgaben, deinen Ängsten. Nicht, weil alles leicht ist. Sondern weil du getragen bist. Freiheit heißt nicht: Ich brauche niemanden. Freiheit heißt: Ich bin gehalten – und deshalb kann ich mutig sein. Für alle, die ihren Glauben nicht als Ausstieg aus der Welt verstehen, sondern als Kraftquelle für ein echtes, verantwortliches Leben. Zum Nachlesen pack ich euch den Josua nochmal in die Shownotes und den wunderbaren Psalm 31, 8.9: Psalm 31: Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, dass du mein Elend ansiehst und kennst die Not meiner Seele und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum.
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Folge vom 24.02.2026Hör' mal, Herz.Wir leben im Dauerrauschen. Meinungen sind schnell. Urteile noch schneller. Es ist oft genug notwendig, sich selbst zu schützen. Denn offen zu bleiben ist riskant. Wer fühlt, kann verletzt werden. Wer Mitgefühl zulässt, macht sich angreifbar. Also schützen wir uns. Mit Distanz. Mit Ironie. Mit schnellen Antworten. Was, wenn ein hörendes Herz kein Zeichen von Schwäche ist, sondern von echter Weisheit? Mein Vorbild ist König Salomo, der sich genau das wünscht: Ein hörendes Herz - wie großartig. In dieser Folge geht es um den Mut, innerlich weich zu bleiben in einer harten Welt und um meinen ganz persönlichen Wunsch: Ich wünsche mir, dass Mitgefühl sich lohnt. Dass Fühlen, Hören und Lieben am Ende mein Leben wertvoll machen.
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Folge vom 10.02.2026DurststreckeDie Tage sind grau, die Energie fehlt, alles fühlt sich schwer an. Da ist er der Winterblues – und mit ihm eine innere Durststrecke. Was tun, wenn Gebete leer klingen und der Glaube müde wirkt? Wenn Fragen lauter sind als Antworten? In dieser Predigt geht es um genau diese Zeiten. Um das Durchhängen, das Zweifeln – und um die leise Suche nach Hoffnung. Wie kann Gott mir in einer Durststrecke begegnen? Was kann ich tun, um zu spüren: Auch in schweren Zeiten ist Veränderung möglich? Diese Folge lädt dich ein, deine Durststrecke nicht zu verdrängen, sondern sie vor Gott zu bringen. Denn manchmal beginnt neues Leben genau dort, wo wir unsere Leere eingestehen und ehrlich nach Hoffnung fragen.