„Erklär mir Pop“. Udo Dahmen kann das und macht es seit 2013 in SWR KULTUR am Samstagnachmittag. 20 Jahre lang war er künstlerischer Direktor, Geschäftsführer und Professor der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim, einer in dieser Form einzigartigen Institution, die er maßgeblich mitaufgebaut hat. Seit mehr als 40 Jahren setzt er sich für die Aus- und Weiterbildung im Pop ein. Und ist selbst ein exzellenter Schlagzeuger: Mit der Jazz-Rock-Band „Kraan“ schrieb er in den 1970er Jahren deutsche Musikgeschichte. Außerdem hat er mit Eberhard Schoener, Sting und vielen anderen zusammengearbeitet.
Kultur & Gesellschaft
SWR2 Zeitgenossen Folgen
Wir sprechen jede Woche mit Zeitgenossen, die auf einen besonderen Lebensweg zurückblicken: Sie sind Aktivist*innen, Künstler*innen oder Forscher*innen. Sie haben Zeitgeschichte erlebt und geprägt – und sie haben viel zu erzählen. Zur ARD Audiothek: https://www.ardaudiothek.de/sendung/swr2-zeitgenossen/8758618/
Folgen von SWR2 Zeitgenossen
114 Folgen
-
Folge vom 11.07.2026Udo Dahmen: „Ich wollte mich immer ausleben mit dem, was ich tue“
-
Folge vom 04.07.2026Tupoka Ogette: „Natürlich gehören Menschen wie ich zu dieser Gesellschaft“„So beginnt meine Geschichte: als Tochter einer weißen Frau und eines Schwarzen Mannes – zwischen kolonialer Vergangenheit und DDR-Diktatur“. Schreibt Tupoka Ogette in ihrem aktuellen Erinnerungsbuch „Trotzdem zuhause“. Geboren wurde die Autorin 1980 in Leipzig. Kurz vor der Wende verließ sie mit ihrer Mutter die DDR und zog nach West-Berlin. Seit vielen Jahren arbeitet sie als Antirassismus-Trainerin und schreibt Bücher darüber. Zum Beispiel „Und jetzt Du. Rassismuskritisch leben“. Oder „Exit Racism. Rassismuskritisch denken lernen“. Jedes Buch: ein Auftrag.
-
Folge vom 27.06.2026Liya Yu: „Wir brauchen mehr Hirn und weniger Moral“„Wenn wir verstehen, wie unser Gehirn funktioniert, kann uns dieses Wissen helfen, als Gesellschaft zu funktionieren“, sagt die neuropolitische Philosophin Liya Yu. Erst wenn man zum Beispiel erkennt, was das Gehirn von Rassisten triggert, könne man verstehen, weshalb Menschen, die nicht zu einer In-Gruppe zählen, entmenschlicht und diskriminiert werden. Liya Yu ist überzeugt: „Es geht darum zu verstehen, wie wir als Menschen ticken, damit wir zum Beispiel in Schulen und Kitas effektive Strategien entwickeln können, um Kinder offener zu machen. Anstatt nur Moralberieselung von oben“.
-
Folge vom 20.06.2026Gabriele Stötzer: „Ich wische das Ausgeliefertsein weg“Lange wurde ihre Kunst wenig beachtet, jetzt wird das Werk von Gabriele Stötzer, geboren 1953, mit einer Retrospektive im Berliner Gropius-Bau und dem Goslarer „Kaiserring“ geehrt. Gewürdigt wird damit auch ihr Widerstand in der DDR und ihr Engagement für künstlerische Freiheit. Von der Stasi wurde sie inhaftiert, weil sie gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns protestierte. Die Zeit im Frauengefängnis Hoheneck prägte sie. Damals habe sie „den Mut, die Lust und die Gemeinheit der Frauen“ erlebt. Und sie machte ihren Körper zum Material der Kunst: als Schauplatz feministischer Selbstbehauptung.