AntifaGraz25: 2026 startet mit Repression
Der Antifa-Prozess in Graz, der im Jänner 2026 beginnt, ist mehr als ein Strafverfahren. Er steht exemplarisch für den Umgang von Medien, Politik und Sicherheitsbehörden mit antifaschistischem Protest. Es scheint, als ginge es bei diesem Prozess bereits seit den Ermittlungen nicht nur um die bedauerliche Nacht, in der eine Person schwer verletzt wurde, sondern darum, jede Form von Antifaschismus mit allen möglichen Mitteln zu kriminalisieren.
In einem Kommentar der Redaktion hört ihr, wie aus einer Demonstration gegen den Akademikerball ein repressives Großverfahren wurde: von entpolitisierter Vorberichterstattung über Boulevard-Framing bis zur massiven Anklage die im Rahmen des Prozesses vom 7.-9. Jänner 2026 in Graz verhandelt wird.
„Ich geh mal in Trinkrente!“ – Nüchtern bleiben während der Feiertage
Nüchtern bleiben während Weihnachten und Silvester? Für viele Menschen unvorstellbar. Adrien und Melissa von Radio Dreyeckland in Freiburg haben sich gefragt, wie hoch der soziale Druck zum Alkohol Trinken in den Feiertagen ist.
Ihr hört einen übernommenen Beitrag von Radio Dreyeckland in Freiburg mit der Kulturwissenschaftlerin Ina Kuhn. Sie arbeitet an der Uni Freiburg und erforscht wie Menschen, die früher alkoholabhängig waren, im Alltag asbtinent leben.
Silvester-Feuerwerk ist ein Schockerlebnis für Tiere
Die Art und Weise wie Silvester gefeiert wird ist ein Problem für Haus- und Wildtiere und für die Umwelt. Verbrennungen, Schockzustände, geschädigte Hörorgane und andere Verletzungen werden bei Tieren nach Silvester festgestellt.
Ausserdem entstehen durch Silvesterfeuerwerk in Deutschland jährlich 3.500 Tonnen Kunststoffmüll und es werden jedes Jahr mehr als 2.050 Tonnen Feinstaub durch Feuerwerk sinnlos freigesetzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Dazu kommen zahlreiche Verletzungen und Todesfälle von Mennschen durch Feuerwerk.
Dazu hört ihr ein Gespräch mit René Sievert vom Naturschutzbund-Regionalverband Leipzig e.V., übernommen von Radio Blau aus Leipzig.
Nachrichten
VON UNTEN - Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki Folgen
VON UNTEN - Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki mit 1 bewerten
VON UNTEN - Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki mit 2 bewerten
VON UNTEN - Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki mit 3 bewerten
VON UNTEN - Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki mit 4 bewerten
VON UNTEN - Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki mit 5 bewerten
Wir sind mit Euch auf der Straße. Hört uns auf Radio Helsinki 92.6 MHz im Raum Graz, via livestream weltweit oder hier auf CBA. VON UNTEN ist ein kritisches, unabhängiges Nachrichtenmagazin mit Schwerpunkt auf regionalen Themen. Mit VON UNTEN wollen wir vor allem widerständigen und unterrepräsentierten Stimmen Gehör verschaffen und eine Alternative zu etablierten Nachrichtensendungen anbieten. Inhaltlich liegt der VON UNTEN Schwerpunkt auf politischen Themen, kulturelle Themen haben ebenfalls Platz. Folge der VON UNTEN-Redaktion auf Twitter.
Folgen von VON UNTEN - Das Nachrichtenmagazin auf Radio Helsinki
99 Folgen
-
Folge vom 31.12.2025AntifaGraz25 Prozess: 2026 startet mit Repression | Feiertage: Nüchtern bleiben? | Silvester-Feuerwerk: Schock für Tiere
-
Folge vom 18.12.2025Radio Orange vor dem Aus?! | Valerie Springer zum Tag der MenschenrechteRadio Orange vor dem Aus?! Im Rahmen der massiven Sozialkürzungen der neoliberalen Wiener Regierung, wurden auch für unser Schwesternradio Orange 94.0 existenzielle Förderungskürzungen beschlossen. In einem Maß, das existenzgefährdend für das Community Radio der Hauptstadt ist. Das Grundprinzip freier Community Radios steht für niederschwellige, gesellschaftliche Teilhabe, Medienkompetenz, Vielstimmigkeit und Werbefreiheit. Also ein eigentlich als selbstverständlich geltender Teil einer funktionierenden Demokratie. Diese Struktur bringt Menschen, Kulturen, migrantisierte oder rassifizierte Menschen, Lebensrealitäten und Sprachen in einer Form zusammen, wie sonst eigentlich wenig. Vielleicht Jugendzentren, aber nicht mal dort gibt es eine dermaßene Vielfalt an Begegnungen. Doch diese Form gemeinnützigen Journalismus ist existenziell bedroht. Wieso Community Radios generell und speziell Radio Orange 94.0 in Wien wichtig sind, hört ihr in Ausschnitten der Pressekonferenz vom 4. Dezember. Die gesamte Pressekonferez könnt ihr hier nachhören. Auf der Website von Radio Organge 94.0 gibts noch mehr Infos zur aktuellen Situation. Bild: Radio FRO Valerie Springer zum Tag der Menschenrechte Zum 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, hört ihr einen Kommentar von Valerie Springer zum historischen Versprechen der Menschenrechte von 1948 und was daraus geworden ist. Die allgemeine Erklärung der Menschenrechte markierte einen radikalen Bruch: Die Würde des Menschen sollte über staatlicher Macht stehen. Doch zwischen rechtlicher Verankerung und gelebter Wirklichkeit klaffte immer schon und bis heute eine Lücke. Der Beitrag arbeitet auf, unter welchen Bedingungen die Charta der Menschenrechte implementiert wurde, und wieso sie trotz der eigens auferlegten Prinzipien, nicht für alle Menschen gilt. Die Schriftstellerin Valerie Springer fragt im Beitrag nach Verantwortung im Alltag, nach dem Mut zum Widerspruch und danach, wo Menschenrechte beginnen: nicht als abstraktes Ideal, sondern als Haltung im Zwischenmenschlichen. Und zwar abseits von politisch modernen Echo-Kammern oder dem eigenen Drang nach Zugehörigkeit. „Der Anspruch der Menschenrechte ist meinem Empfinden nach, jenseits westlichen Besitzstandes, nach wie vor universell.“
-
Folge vom 26.11.2025Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer zu Pilotprojekt für pflegende Angehörige | Ursachen und Prävention von FemizidenGesundheitsstadtrat Robert Krotzer zu Pilotprojekt für pflegende Angehörige Die Stadt Graz startet ein wegweisendes Pilotprojekt: Pflegende Angehörige können künftig angestellt und fair entlohnt werden. Stadtrat Robert Krotzer erklärt, wie das Modell funktioniert, warum feministische Perspektiven dabei eine zentrale Rolle spielen und worin es sich vom burgenländischen Ansatz unterscheidet. Wir fragen nach der tatsächlichen finanziellen Verbesserung, nach Pensionsansprüchen und danach, ob die Anstellung über die Pilotphase hinaus gedacht ist. Auch verpflichtende Schulungen, laufende Unterstützung und mögliche Hürden wie Einkommensgrenzen stehen im Fokus. Außerdem: Welche nächsten Schritte plant die Stadt, damit Care-Arbeit endlich die Wertschätzung bekommt, die sie verdient? Ursachen und Prävention von Femiziden In einem aktuellen Beitrag der Tagesaktuellen Redaktion von Radio Corax sprechen die Forscherinnen Tamara Candela und Tabea Louis über ihre Arbeit zu Feminiziden. Die beiden Wissenschaftlerinnen haben im September das Paper „Das Unsichtbare sichtbar machen: Formen und Charakteristika von Feminiziden in Hamburg“ veröffentlicht, in dem sie strukturelle Bedingungen und gesellschaftliche Muster analysieren, die Gewalt gegen Frauen begünstigen. Laut dem neuen Lagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ wurden im Jahr 2023 insgesamt 360 Frauen und Mädchen getötet – 247 davon in Folge häuslicher Gewalt. Candela und Louis lehren zudem an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg das Seminar „Feminizidforschung: Eine Einführung in Theorie und Empirie“, in dem sie grundlegende Begriffe herausarbeiten und die mediale Berichterstattung kritisch beleuchten. Im Beitrag sprechen sie darüber, wie Forschung und Aktivismus zusammenwirken, warum Schutzkonzepte nur greifen, wenn sie die Realität der Betroffenen ernst nehmen, und weshalb Trans*feminizide sowie Transizide in Deutschland bisher kaum wissenschaftlich erfasst werden.
-
Folge vom 19.11.2025Forderung: Schutzzonen um Abtreibungskliniken | Proteste in SerbienForderung: Schutzzone um Abtreibungskliniken Am 1. November hat in Wien die Abschlusskundgebung der Kampagne für wirksame Schutzzonen rund um Abtreibungseinrichtungen stattgefunden – direkt vor dem Gynmed-Ambulatorium für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung. Die zentrale Forderung: gesetzlich verankerte Schutzzonen, die ungewollt Schwangere und medizinisches Personal vor Belästigungen durch Abtreibungsgegner*innen schützen sollen. Bei der Kundgebung ging es nicht nur um die Situation in Österreich. Sprecher*innen thematisierten auch die weltweiten Bedingungen für sichere Schwangerschaftsabbrüche, persönliche Erfahrungsberichte ungewollt Schwangerer und die grundlegende Verbindung zwischen körperlicher Selbstbestimmung und patriarchalen Machtstrukturen. Der Beitrag wurde vom Alternativen Nachrichtendienst ANDI von Radio Orange aus Wien übernommen. Beitragsgestaltung: Karla Kent Aufnahme: Gerhard Kettler Proteste in Serbien In Novi Sad wurde Anfang November der 16 Menschen gedacht, die vor einem Jahr beim Einsturz des Bahnhofsvordachs ums Leben kamen. Doch die Trauer mischt sich inzwischen mit großer Wut auf die serbische Regierung – und das im ganzen Land. Am 2. November hat die Mutter eines der Opfer einen Hungerstreik begonnen. Sie fordert Neuwahlen und eine lückenlose Aufklärung der Katastrophe. Ihren Protest führt sie ausgerechnet vor dem Parlament in Belgrad – dort, wo derzeit auch eine Zeltstadt von Regierungsanhänger:innen steht. Immer wieder wird die Frau von ihnen verhöhnt, Unterstützer:innen werden attackiert. Die Lage bleibt angespannt. Die Reportage lässt junge Serbinnen und Serben zu Wort kommen, die auf ein Jahr voller Proteste zurückblicken – und darüber sprechen, welche Hoffnung sie trotz allem für die Zukunft ihres Landes haben. Der Beitrag wurde von RABE Radio Bern übernommen und ihr hört ihn auf Deutsch und Englisch.