Lager Liebenau – NS-Zwangsarbeit in Graz sichtbar machen
Im Süden von Graz lag einst das größte NS-Zwangsarbeiterlager der Steiermark: das Lager Liebenau. Tausende Menschen, vor allem aus Osteuropa, wurden dort unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen. Heute erinnert kaum etwas an diesen Ort – doch die Aufarbeitung beginnt.
Die Jungen Linken organisierten am 25. Mai dazu einen Gedenkspaziergang, um das verdrängte Kapitel Grazer Stadtgeschichte sichtbar zu machen.
Leo war für die VON UNTEN Redaktion vor Ort und berichtet über die Geschichte des Lagers, die Kämpfe um Erinnerung und den aktuellen Stand der Aufarbeitung.
Bild: Alexander Danner
Rechtsruck in den Niederlanden – Geert Wilders lässt Koalition platzen
In den Niederlanden ist die Regierungsbildung spektakulär gescheitert – und der Grund ist brisant: Der extrem rechte Populist Geert Wilders hat die ohnehin rechte Vier-Parteien-Koalition platzen lassen, weil ihm die geplante Asylpolitik nicht hart genug war. Jetzt steuert das Land auf Neuwahlen zu – und Wilders, Chef der Partei für die Freiheit (PVV), steht politisch besser da denn je.
In der Übernahme von Radio Dreyeckland analysiert der Benelux-Korrespondent Tobias Müller, wie es zum Bruch kam, welche Rolle rassistische und migrationsfeindliche Politik dabei spielt – und was das für die politische Zukunft der Niederlande und Europas bedeutet.
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Wir sind mit Euch auf der Straße. Hört uns auf Radio Helsinki 92.6 MHz im Raum Graz, via livestream weltweit oder hier auf CBA. VON UNTEN ist ein kritisches, unabhängiges Nachrichtenmagazin mit Schwerpunkt auf regionalen Themen. Mit VON UNTEN wollen wir vor allem widerständigen und unterrepräsentierten Stimmen Gehör verschaffen und eine Alternative zu etablierten Nachrichtensendungen anbieten. Inhaltlich liegt der VON UNTEN Schwerpunkt auf politischen Themen, kulturelle Themen haben ebenfalls Platz. Folge der VON UNTEN-Redaktion auf Twitter.
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Folge vom 04.06.2025Lager Liebenau – NS-Zwangsarbeit in Graz sichtbar machen | Neuwahlen in den Niederlanden
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Folge vom 28.05.2025Offener Appell gegen Kahlschlag – #KulturlandRetten | Antifaschistische Stimmen aus MauthausenOffener Appell gegen Kahlschlag – #KulturlandRetten Ein offener Appell aus der freien Kulturszene schlägt Alarm: 100 Vereine und Initiativen warnen vor einem kulturellen Kahlschlag. Obwohl viele Initiativen über mehrjährige Förderverträge verfügen, geraten selbst diese durch fehlende Valorisierung ins Wanken – das heißt: Die Budgets bleiben gleich, doch Mieten, Honorare und Produktionskosten steigen. In der aktuellen Sendung sprechen wir mit Leonard Rabensteiner als Vertreter der Initiative #KulturlandRetten über die Folgen für Kunst, Arbeitsplätze und soziale Absicherung. Warum Kultur mehr ist als „Freiwilligkeitsleistung“, welche strukturellen Änderungen es braucht – und warum es nicht nur um Kunstschaffende geht, sondern auch um Grafiker:innen, Tontechniker:innen und Bühnenarbeiter:innen. Es geht um faire Bezahlung, langfristige Sicherheit und um nichts Geringeres als die kulturelle Zukunft. Antifaschistische Stimmen aus Mauthausen Im zweiten Beitrag hört ihr Ausschnitte von der diesjährigen Befreiungsfeier im ehemaligen KZ Mauthausen. Tausende Menschen erinnerten an die Befreiung des Lagers durch die US-Armee – darunter auch zahlreiche antifaschistische Jugendorganisationen, deren Reden wir für euch aufgezeichnet haben. Für Kontroversen sorgte die Teilnahme des spanischen Königs Felipe VI., gegen die unter anderem spanische Kollektive mobilisierten, die sich mit dem fortdauernden Faschismus in Spanien auseinandersetzen. Sie riefen zum Boykott des offiziellen Teils der Feier auf. Entric war für die VON UNTEN-Redaktion vor Ort und hat Stimmen eingefangen. Gegen das Vergessen, gegen Faschismus damals wie heute.
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Folge vom 21.05.2025Kampf um die Traumastation | Vertreibung im Namen des Naturschutzes?Kampf um die Traumastation Im ersten Beitrag geht es um die drohende Schließung der einzigen spezialisierten Traumastation in der Steiermark, im Elisabethinen Krankenhaus. Was genau steht auf dem Spiel? Welche Auswirkungen hätte ein Wegfall auf Betroffene und die psychische Gesundheitsversorgung insgesamt? Wir fragen nach den politischen Hintergründen, den Folgen für das System – und was es bedeutet, wenn gerade hochspezialisierte Einrichtungen unter Druck geraten. Über 7.000 Menschen haben bereits gegen die Schließung unterschrieben. Ihr hört im heutigen Beitrag den Redebeitrag von Mario vom Verein Achterbahn, einen eingeschickten Beitrag einer ehemaligen Patientin und wieso die Traumastation erhalten bleiben muss. Hier findet ihr die Petition. Vertreibung im Namen des Naturschutzes? Was passiert aktuell in Tansania, wo Maasai-Gemeinschaften gewaltsam aus Schutzgebieten vertrieben werden – angeblich im Namen des Naturschutzes? In dieser Sendung sprechen wir mit den Aktivist:innen Mbario und Manase sowie Sigrun Zwanzger vom Welthaus Graz über die dunkle Seite internationaler „Conservation“-Projekte. Wer profitiert wirklich von Green Tourism? Welche Rolle spielen europäische Fördergelder? Und wie organisieren sich insbesondere Maasai-Frauen gegen Repression und Landraub? Das hört ihr im heutigen Beitrag. Das Interview ist auf Englisch.
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Folge vom 14.05.2025Projekt A.I.SYL zur KI im Asylverfahren | „Man will uns ans Leben“ Ausstellungseröffnung in GrazAbschlussveranstaltung des Projekts A.I.SYL zur KI im Asylverfahren Am Montag, dem 12. Mai 2025, fand im Forum Stadtpark in Graz die Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts A.I.SYL statt. Das Projekt, gefördert vom Zukunftsfonds Steiermark, untersuchte den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im österreichischen Asylverfahren. Die Politikwissenschaftlerin Laura Jung (Universität Graz) und die Juristin Angelika Adensamer (VICESSE) präsentierten zentrale Ergebnisse ihrer Studie. Sie warnten vor möglichen Risiken wie fehleranfälligen KI-Analysen, Datenschutzverletzungen und der Tatsache, dass Asylsuchende zu Testpersonen neuer Technologien werden. Im Anschluss diskutierten Expertinnen aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft, darunter Daniela Grabovac (Antidiskriminierungsstelle Steiermark), eine Person der Caritas Steiermark (wollte anonym bleiben) und Klaudia Wieser (Pushback Alarm Austria), über die Implikationen des KI-Einsatzes im Asylbereich. Moderiert wurde die Diskussion von Bilgin Ayata (Universität Graz). Weitere Informationen und die erarbeitete Orientierungshilfe für Beratungsstellen findet ihr hier. Bild: Mirco Lukas Buoso „Man will uns ans Leben“ – 30 Jahre Bombenterror: Ausstellungseröffnung in Graz Am Dienstag, dem 13. Mai 2025, wurde im Volkskundemuseum Graz die Ausstellung „Man will uns ans Leben – Bomben gegen Minderheiten 1993–1996“ eröffnet. Wir haben bereits von der Eröffnung in Wien berichtet, den Beitrag dazu findet ihr hier. Die von der Initiative Minderheiten konzipierte Schau beleuchtet eine Serie rechtsextremer Anschläge in Österreich, bei denen zwischen 1993 und 1996 insgesamt vier Menschen getötet und mehrere verletzt wurden. Ziel der Attentate waren Angehörige von Minderheiten sowie deren Unterstützer:innen. Die Ausstellung dokumentiert die Ereignisse jener Jahre und lässt Betroffene sowie Expert:innen in Videointerviews zu Wort kommen. Sie thematisiert auch das gesellschaftliche Klima der 1990er-Jahre, das solche Gewalttaten begünstigte. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Rohrbombenanschlag von Oberwart im Februar 1995, bei dem vier Roma-Männer ermordet wurden: Peter Sarközi, Josef Simon, Karl Horvath und Ernst Horvath. Die Ausstellung ist bis 31. Oktober 2025 im Volkskundemuseum Graz zu sehen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und Begleitveranstaltungen findet ihr hier.