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ZEIT Bühne Folgen
Bernie Sanders, Sheryl Sandberg, Paul Auster oder Frank-Walter Steinmeier: Sie alle waren schon auf den Bühnen der ZEIT zu Gast. Redakteurinnen und Redakteure sprechen regelmäßig vor Publikum mit Spitzenpolitikern und Wirtschaftsentscheidern, Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Sport und Gesellschaft. Die spannendsten Gespräche gibt es ab sofort als Podcast ZEIT BÜHNE. Durch die Folgen führt Roman Pletter, Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT. Der Podcast wird produziert von Pool Artists. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo
Folgen von ZEIT Bühne
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Folge vom 07.10.2026Kann die Linke AfD-Wähler für sich gewinnen, Frau Reichinnek?Auf TikTok und Instagram hat Heidi Reichinnek die Linke neu erfunden, mit ihren Hochkant-Videos erreicht sie insbesondere viele junge Menschen. Reichinnek fordert einen Mietendeckel, eine Kindergrundsicherung und die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel. Sie ist gegen Waffenlieferungen an die Ukraine und gegen die Wehrpflicht. Doch wie will sie ihre Forderungen finanzieren? Wie will sie die Sicherheit Europas gewährleisten, solange Russland ihm mit Atomangriffen droht und es durch Cyberangriffe zu destabilisieren versucht? Und wie kann die Linke Menschen zurückgewinnen, die überproportional AfD wählen? Über diese und weitere Fragen diskutieren Tina Hildebrandt, Chefkorrespondentin der ZEIT, und Roman Pletter, Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT, mit Heidi Reichinnek. Vor Ort hat auch das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
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Folge vom 16.06.2026Riccardo Simonetti: »Ich wollte dahin, wo es den Applaus dafür gibt, dass ich so bin, wie ich bin«Der Moderator, Autor und Aktivist Riccardo Simonetti erzählt von seinem Aufwachsen im bayerischen Bad Reichenhall und der frühen Erfahrung, als »anders« wahrgenommen zu werden. Sein Wunsch war damals, dorthin zu gelangen, wo genau dieses Anderssein nicht als negativ wahrgenommen, sondern gefeiert wird: »Ich wollte dahin, wo es den Applaus dafür gibt, dass ich so bin, wie ich bin«, sagt er. Simonetti spricht mit Anna Kemper, stellvertretende Chefredakteurin des ZEITmagazins, außerdem über stereotype Vorstellungen von Männlichkeit, über historische Missverständnisse rund um Make-up und hohe Schuhe und über die Frage, warum so viele Menschen noch immer an Geschlechterbildern festhalten, die sich längst als wandelbar erwiesen haben. Das Gespräch ist eine Bühnenadaption des Magazin-Formats »Was ich gern früher gewusst hätte« und wurde im Rahmen der Langen Nacht der ZEIT am 6. Juni 2026 vor Publikum in Hamburg aufgezeichnet.
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Folge vom 09.06.2026Karin Prien: »Wir sind unserem eigenen Anspruch noch nicht gerecht geworden«Bildungsministerin Karin Prien räumt Fehler der Bundesregierung in der Kommunikation ihrer Reformpolitik ein. Man habe bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Erwartungen geweckt, denen die Regierung bisher nicht gerecht geworden sei. Es gelinge zudem zu selten, überzeugend zu erklären, warum Reformen notwendig sind – auch dann, wenn sie vielen Menschen zunächst wehtäten. Zugleich kritisiert sie mit Blick auf die Stimmung im Land die Art des Umgangs in der Regierung untereinander. Diese mache »keine besondere Lust auf Politik«. Im Gespräch mit Sibylle Anderl, Leiterin des ZEIT-Wissenschaftsressorts, und Roman Pletter, Leiter des ZEIT-Wirtschaftsressorts, äußert sich Prien auch zur wachsenden Zustimmung für die AfD. Es scheine eine »Lust auf Disruption« zu geben, sagt sie. Angesichts der Tatsache, dass die AfD in manchen Bundesländern als rechtsextremistisch eingestuft werde, müsse ein Verbotsverfahren als Option offengehalten werden. Die mit Abstand größte Gefahr für die Demokratie gehe ihrer Einschätzung nach vom Vertrauensverlust der Mitte der Gesellschaft in die Politik aus. Prien verteidigt zudem die von ihr geplante Umgestaltung des Förderprogramms »Demokratie leben«. Prien will die Förderrichtlinien des knapp 200 Millionen Euro umfassenden Programms anpassen, wodurch einige Projekte ihre Förderung verlieren könnten. Kritiker befürchten, dass vor allem linke Projekte aus der Förderung fallen könnten. Prien verteidigte die geplante Umgestaltung und nannte die Debatte darum »etwas hysterisch«. Es sei »absurd«, dass der Eindruck erweckt werde, dass dadurch nun die Demokratie abgeschafft werde. Das Gespräch ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung aus der Reihe »Eine Stunde ZEIT mit …«, die am 6. Juni 2026 im Rahmen der Langen Nacht der ZEIT an der Universität Hamburg stattfand.
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Folge vom 12.11.2025"Gut, dass wir beim Bürgergeld Entscheidungen getroffen haben"Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die Reform des Bürgergelds verteidigt. Das Mitgliederbegehren seiner Partei dagegen sei "genau das falsche Signal", sagte der Vizekanzler und SPD-Chef im Gespräch mit Roman Pletter und Tina Hildebrandt in Hamburg. Klingbeil betonte, es gebe Fehlentwicklungen im Sozialstaat, die benannt werden müssten: "Das heißt nicht, dass ich den Sozialstaat kaputtschlagen will. Aber wenn ich die Debatte nicht führe, dann führen sie andere." Außerdem fordert Klingbeil mehr Gerechtigkeit beim Erben. Als er nach seiner Meinung zu einem Verbotsverfahren gegen die AfD gefragt wird, sagt Klingbeil, er erwarte von den demokratischen Institutionen, "alles zu tun und alles zu prüfen, um gegen Verfassungsfeinde vorzugehen". Das Gespräch ist eine Aufzeichnung der Veranstaltung aus der Reihe "Eine Stunde ZEIT mit …", die am 10. November auf Kampnagel in Hamburg stattfand. Das Gespräch ist hier als Videoaufzeichnung verfügbar.